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Oetwil bleibt beim alten WerkgebäudeVierter Kandidat für Uetiker Schulpflege

Der Gemeinderat Oetwil kann sich die 2,16 Millionen Franken für ein neues Werkgebäude nicht leisten.

Das bestehende Oetwiler Werkgebäude, das bis Anfang der 1990er-Jahre als Busgarage genutzt wurde, ist eng und genügt den gestiegenen Anforderungen und Raumbedürfnissen nicht mehr. Fahrzeuge, Maschinen und Geräte für Strassenwesen und Gemeindewerke verteilen sich auf sechs Standorte im ganzen Gemeindegebiet. In den vergangenen Jahren erarbeitete die Gemeinde verschiedene Lösungsvorschläge für das Raumproblem der Werkbetriebe. Eine Projektgruppe hat ein Raumprogramm ausgearbeitet, welches Kosten von 2,3 Millionen Franken verursachen würde. Durch Streichung von nicht zwingend nötigen baulichen Massnahmen konnten die Kosten auf knapp 2,16 Millionen Franken gesenkt werden, teilt der Gemeinderat nun mit. Die Gemeinde habe jedoch kräftig sparen müssen, um den angeschlagenen Finanzhaushalt zu schonen, schreibt er weiter. Deshalb könne das Werkgebäude vorerst nicht gebaut werden. Für die Gemeinde Oetwil sei eine solche Entwicklung nicht voraussehbar gewesen. «Als wir mit dem Projekt begannen, war die Finanzlage noch nicht so akut, doch dies änderte sich in letzter Zeit», sagt der Oetwiler Gemeindeschreiber Sven Alini. Sobald sich die finanzielle Lage der Gemeinde nachhaltig verbessert, könne die Weiterbearbeitung des Projektes in Angriff genommen werden.Von einer «Zwischenlösung» hält die Gemeinde nichts. «Wir machen keine halben Sachen. Zudem würden wir mit einer Zwischenlösung auch nicht wenig Geld investieren.» Laut Alini ist es wichtiger, den Finanzhaushalt zu schonen. «Ist das gelöst, werden wir die Erneuerung des Werkhofs in Angriff nehmen.» (TA) Uetikon – Die Frage, wer den Sitz der zurücktretenden Uetiker Schulpflegerin Ladina Ladner (parteilos) übernehmen soll, ist seit gestern noch spannender: Bei der Gemeinde ist die vierte und vorläufig letzte Kandidatur eingegangen. Sie stammt von der 41-jährigen kaufmännischen Bankangestellten Irene Cantarella. Die Mutter zweier schulpflichtiger Kinder ist parteilos und bezeichnet sich selbst als «bürgerlich». Dem umstrittenen Unterrichtsmodell des «Selbst gesteuerten Lernens» an der Sekundarschule steht sie kritisch gegenüber: «Ich bin gegen das Ausmass, in dem das System heute betrieben wird», sagt sie. Ganz zurück zu konventionellen Methoden will Cantarella aber nicht. Gefragt sei vielmehr die richtige «Dosierung» – sprich, eine Einschränkung auf bestimmte Fächer oder Gruppen. Falls sie am 19. Juni gewählt werden sollte, will sich die Uetikerin dafür einsetzen, dass «die Sorgen der Eltern ernst genommen werden» und dass das «Vertrauen zwischen der Bevölkerung und der Schule» wieder hergestellt wird. Cantarella ist die dritte Kandidatin, die dem Lernmodell an der Sek kritisch gegenübersteht: Auch Christine Eberle und Nicole Strickler (beide parteilos) äusserten sich gestern ähnlich. Der einzige Bewerber, der sich klar für das System aussprich, ist Dominik Moser (FDP). Innerhalb der zweiten Frist, die jetzt anläuft, weitere Kandidaten melden. (lsc)

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