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Noch ist die Branche auf Kurs

Die Berner Tourismusbranche hat sich zuletzt gut entwickelt. Latent bestehe allerdings die Gefahr, von anderen Destinationen überholt zu werden, hiess es am Berner Tourismustag in Thun. Eine weitere Verdichtung soll helfen.

Der Tourismus im Kanton Bern hat sich im Vergleich mit der Konkurrenz gut entwickelt. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls Hansruedi Müller, Direktor des Instituts für Freizeit und Tourismus an der Universität Bern. Die Entwicklung gelte in den letzten Jahren insbesondere für die Nachfrage in der Hotellerie. Vor allem die Stadt Bern und das Berner Oberland hätten überdurchschnittlich zugelegt, so Müller: «Das Oberland etwa schneidet im Vergleich zu Graubünden und zum Südtirol wesentlich besser ab.» Stark sei das Oberland nicht nur mit den Gewässern und Skigebieten, sondern auch bei den Hotelübernachtungen. Müller relativierte am 3.Berner Tourismustag in Thun aber auch: Trotz des Erfolgs bestehe ständig die Gefahr, von Mitbewerbern eingeholt oder überholt zu werden. Im Positionspapier 2015, das er an der Veranstaltung vorstellte, schlägt Müller Massnahmen vor, um dieser Entwicklung entgegenzuhalten. Einerseits müsse Innovations- und Qualitätsförderung betrieben werden. Andererseits seien aber vor allem auch eine weiter gehende Verdichtung der Destinationen, Geld vom Kanton bei der Tourismusförderung sowie mehr Umweltbewusstsein nötig. 2,4 Millionen Staatsgeld Regierungsrat Andreas Rickenbacher (SP) erklärte an der Veranstaltung, dass er das Problem der Finanzierung langfristig im Rahmen einer Gesetzesrevision angehen wolle. 2008 zahlte der Kanton gut 2,4 Millionen Franken für Tourismusförderung. Damit liegt der Kanton Bern deutlich unter den Beträgen von Konkurrenzregionen. Rickenbacher schränkte ein, dass der Spielraum für mehr Förderungsgelder klein sei und appellierte an die Eigenverantwortung. Durch Synergien, Kooperationen und Auslagerungen könne viel gespart werden. Insbesondere die Verdichtung der Destinationen müsse weiter vorangetrieben werden. Den Verantwortlichen der neuen Naturpärke riet er, eng mit den Destinationen zusammenzuarbeiten. Rickenbacher erwähnte ausserdem die Neue Regionalpolitik des Bundes, die auch in Bern umgesetzt wird. In eineinhalb Jahren seien Investitionen von 70 Millionen Franken ausgelöst worden. Davon profitieren etwa das Tropenhaus Frutigen und das Sportzentrum Mürren. Vorbild «Jungfrau Region» Als vorbildliche Kooperation hob Rickenbacher die Jungfrau Region Marketing AG hervor. Ziel sei die Etablierung fünf solcher Marketing-Organisationen im Kanton Bern.ddf/pd/wrs >

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