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Niederhorn-Habkern: Kennenlernroute offen

Die letzte «Kennenlernroute» wurde auf dem Niederhorn eröffnet. Eine Reise zwischen Steinböcken, Mooren und Heuwiesen.

Mit seiner grandiosen Aussicht, die von den berühmten Gipfeln der Berner Alpen bis zum Jura reicht, ist das Niederhorn ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel. «Doch beim Wandern gibt es immer wieder Neues zu entdecken», sagt Michael Stettler, der für die Koordination der «Kennenlernrouten» im angehenden Naturpark Thunersee-Hohgant verantwortlich ist. Gleich am Grat lassen sich Bergdohlen und Steinböcke häufig aus nächster Nähe bewundern. Der Wanderweg über die Gemmenalp führt durch die Moorlandschaft. Hinter jeder Wegbiegung gibt es Neues zu entdecken: Weite Alpen; geheimnisvolle Felsgebilde, deren Entstehungsgeschichte von den Geologen und den örtlichen Sagen gleich mehrfach erklärt wird; und einmal einen alten Kohlenstollen, aus dem beim Bau der Harderbahn vor über hundert Jahren ein letztes Mal Kohle gefördert wurde – für den Werkzeugschmied, der für das Härten der Bohrköpfe unbedingt Gemmenalpkohle haben wollte.Über Bäreney und Chromatte steigt die Route in die ausgedehnten Heuwiesen um Habkern ab. «Wenn man während der Heuernte ankommt, ist das ein ganz besonderes Erlebnis», schwärmt Michael Stettler – «ein Erlebnis, das es verdient, bekannter zu werden.»Wandern für Jung und AltEin Ziel der insgesamt sieben «Kennenlernrouten» des Naturparkprojektes Thunersee-Hohgant ist denn auch, den Reichtum der Kulturlandschaften zwischen Emmental und «Thunersee-Riviera», zwischen lieblichen Voralpenlandschaften und Wildheumädern einem breiten Publikum vorzustellen. Ein Bildrätsel auf den Routenplänen soll auch Familien mit Kindern motivieren, zu Fuss auf Entdeckungsreise in der Region zu gehen. «Und wenn die Kinder dabei entdecken, dass es Spass machen kann, ‹nur› zu wandern, und wenn sie dafür später wiederkommen – umso besser», sagte Verena Moser, Gemeindepräsidenten von Beatenberg und Präsidentin des Trägervereins Region Thunersee. «Wenn die Schönheit unserer Landschaften bekannter wird, wenn mehr Gäste kommen und mehr lokale Produkte gekauft werden, ist das eine gute Sache», sagte auch der Habker Gemeindepräsident Walter Zurbuchen. «Das gibt zusätzliche Einkünfte für die Bevölkerung, die hier wohnt und zur Landschaft schaut.»So enthalten die Routenpläne auch Informationen zu Hotels und Restaurants, zum Verkauf lokaler Produkte und zusätzlichen touristischen Angeboten wie örtlichen Bädern oder den Trottinetten der Niederhornbahn. Und Besucher, die mehr über die Kulturlandschaft und ihre Geschichte erfahren möchten, werden zum Ortsmuseum Habkern gewiesen.Gut fanden die Delegationen der beiden Gemeinden und ihrer Tourismusanbieter, die das Projekt als Sponsoren unterstützt haben, schliesslich auch, dass die Kennenlernrouten die Gemeinden verbinden und damit die Zusammenarbeit in der Region fördern. Sibylle Hunziker>

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