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Neuer Effort für bessere Velowege Mit roter Farbe gegen Velounfälle Ein neuer Effort für sichere Velowege in der Stadt Zürich

Polizeivorsteher Daniel Leupi will Velorouten in Zürich besser sichtbar machen und gefähriche Stellen rot markieren. Zudem wird die Tramhaltestelle Opernhaus für Velofahrer geöffnet.Die Stadt will Velorouten sichtbarer machen und gefährliche Stellen rot markieren. Zudem wird die Tramhaltestelle Opernhaus für Velofahrer geöffnet.

Von Martin Huber Zürich – Die Förderung des Veloverkehrs sowie mehr Sicherheit für Velofahrende seien für ihn als Polizeivorsteher wichtige Anliegen, sagte Stadtrat Daniel Leupi (Grüne) gestern vor den Medien. Er verwies auf die überdurchschnittliche Gefährdung der Velofahrer im Strassenverkehr und zeigte sich besorgt über die in den letzten Jahren gestiegene Zahl der Velounfälle in Zürich. Deshalb will Leupi Lücken im städtischen Radwegnetz rasch schliessen, «wo dies mit einfachen Mitteln möglich ist». Er bekräftigte damit ein von der rot-grünen Stadtregierung bereits mehrmals angekündigtes Vorhaben. Vor allem sollen bestehende Routen sichtbarer werden: durch Markierungen, durch rote Farbe an gefährlichen Verkehrsknoten, Signalisationen und Wegweiser. Dank der roten Velostreifen, wie sie andere Städte bereits kennen, sollen sich Velofahrer sicherer fühlen und Autofahrer sehen, dass sie dort mit Velos rechnen müssen. Als Erstes wird in den nächsten Wochen die Radroute von Zürich-West in Richtung Zollikon aufgewertet. Rote Streifen sind am Bahnhofquai, auf der Zollbrücke und der Walchebrücke vorgesehen. Bis November werden an 25 weiteren Stellen im städtischen Veloroutennetz Aufwertungsmassnahmen folgen. Hightech-Kamera erfasst Velos Daniel Leupi wartete gestern noch mit einer weiteren Neuerung auf: der Öffnung der Tramhaltestelle Opernhaus für den Veloverkehr. Bisher durften Velofahrer diese Tramhaltestelle nicht befahren und mussten Umwegfahrten in Kauf nehmen oder illegalerweise aufs Trottoir ausweichen. Ab sofort können sie dort durchfahren. Möglich macht dies eine neue Verkehrsregelungsanlage für Velos. Eine auf einem Lichtsignal angebrachte Spezialkamera («Traffic Eye») erfasst herannahende Velofahrer und sorgt dafür, dass sie baldmöglichst freie Fahrt erhalten. Ein Konflikt sowohl mit dem Tram als auch mit dem motorisierten Individualverkehr sei dadurch ausgeschlossen, sagte Joos Bernhard von der Dienstabteilung Verkehr. Er sprach von einer innovativen Lösung, die einem grossen Bedürfnis entspreche und eine klare Verbesserung auch für Fussgänger bringe. Die Auswirkungen auf den Autoverkehr in der Falkenstrasse seien marginal, für Autofahrer werde die neue Lichtsignalanlage nicht spürbar. Die Öffnung der Tramhaltestelle erfolgt vorerst versuchsweise für sechs Monate. Sollten gravierende Störungen in Bezug auf Verkehrssicherheit und -ablauf festgestellt werden, kann der Versuch auch frühzeitig abgebrochen werden. Die Grünen zeigten sich gestern erfreut, dass eine wichtige Veloweglücke im Seefeld endlich geschlossen wird. Dies entspreche einer Forderung der Partei. Der SP geht das Ganze zu wenig weit. Sie fordert die «flächendeckende und durchgehende Einfärbung von Radstreifen auf dem gesamten Stadtgebiet». Eine entsprechende Motion wird die SP heute im Gemeinderat einreichen. Roter Streifen für mehr Sicherheit an unübersichtlichen Stellen.Foto: D. Fanconi

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