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Neuer Anlauf für zusätzliches Bauland in Dürnten

Dürnten geht das Gewerbeland aus. Deshalb bringt der Gemeinderat die Umzonung des südlichen Lättenmoos wieder aufs Tapet.

Von Walter Sturzenegger Dürnten – Die Landeigentümer drängen schon lange darauf, das Volk sagte bisher mehrmals Nein: Jetzt nimmt der Gemeinderat einen neuen Anlauf, beim Autobahnanschluss an der Gemeindegrenze zwischen Dürnten und Bubikon Bauland zu schaffen. Die Behörde bewilligte 40 000 Franken für eine Machbarkeitsstudie. Das Zürcher Ortsplanungsbüro Suter von Känel soll abklären, wie die 80 000 Quadratmeter grosse Reservezone Lättenmoos Süd umgezont werden könnte. Der Behörde schwebt eine gemischte Wohn- und Gewerbenutzung vor, wie sie mitteilt. Südlich der Kreuzstrasse sei eine intensivere gewerbliche Nutzung vorstellbar, nordwestlich des Possengrabens eine Wohnnutzung. Der Gemeinderat begründet den Planungsauftrag mit den Veränderungen in der nördlich angrenzenden Gewerbezone. Dort haben sich die Landi Bachtel und das Garten-Center Meier angesiedelt. Mit diesen Neubauten seien die letzten Gewerbelandreserven aufgebraucht worden, sagt Bausekretär Daniel Pfiffner. Umstrittenes Gebiet Die Zukunft des Lättenmoos gab in der Vergangenheit mehrfach zu reden. Zweimal lehnte die Gemeindeversammlung eine Einzonung ab. Erst beim dritten Anlauf willigten die Stimmberechtigten ein, wenigstens den nördlichen Teil einzuzonen. Zuvor hatten sich im Rahmen der kantonalen Richtplanrevision 1995 Gegner einer Überbauung dafür starkgemacht, das Lättenmoos dem Landwirtschaftsgebiet zuzuweisen. Der Regierungsrat lehnte dies allerdings ab mit der Begründung, das Gebiet sei als Industriezone hervorragend geeignet und dank Autobahn und Eisenbahn bestens erschlossen. Der Gemeinderat plant deshalb vorsichtig. Die Entwicklung des Gebietes solle schrittweise erfolgen, hält er fest. Der Planungsprozess könne jederzeit gestoppt werden, wenn kein Konsens möglich sei. In den Prozess sollen Grundeigentümer, Bewohner und die Gemeinde Bubikon einbezogen werden. Noch nicht geklärt hat die Behörde, ob der inzwischen restriktive Kanton heute einer Umzonung zustimmen würde. Vorerst gehe es darum, Grundlagen zu erarbeiten, sagt Bausekretär Pfiffner. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die Stimmberechtigten 2012 über das Neubaugebiet entscheiden. Der Gemeinderat rechnet mit einer Planungszeit von rund eineinhalb Jahren.

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