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Nachtlärm im Stadtrat

Der zunehmende Nachtlärm in der Thuner Innenstadt war gestern Thema im Stadtrat: Massnahmen seien nötig.

Mit einer Änderung des Baureglements, in dem die Zahl der Lokale mit Überzeitbewilligung beschränkt werden sollte, wollte der Gemeinderat das Problem des Nachtlärms in der Innenstadt vermindern. Doch an der Stadtratssitzung vom 21. August 2008 erlitt der Gemeinderat mit diesem Vorhaben Schiffbruch. Nach heftiger Kritik zog Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler (SP) das Geschäft zurück. Eigentlich wollte er einen neuen Vorschlag vorlegen. Doch darauf verzichtet er: Der Konflikt zwischen Nachtleben und Wohnen in der Innenstadt soll erst im Rahmen der nächsten regulären Revision von Zonenplan und Baureglement in etwa drei bis vier Jahren behandelt werden. «Doch der Gemeinderat wird bis dahin nicht einfach zuwarten», betonte Andreas Lüscher (SVP), welcher den in den Ferien weilenden Peter Siegenthaler vertrat. Grundlagen für eine Verminderung des Lärms bestünden, sie müssten einfach konsequenter umgesetzt werden. Man sei daran, zusammen mit den Betroffenen, den Wirten und den zuständigen Amtsstellen nach Lösungen zu suchen. So sollen beispielsweise die Betreiber von Bars selber Leute anstellen, die für Ruhe und Ordnung rund ums Lokal sorgen. «Massnahmen nötig» Dass Massnahmen nötig sind, wurde auch im Stadtrat bekräftigt. SP-Sprecher Max Sager nahm dabei den Regierungsstatthalter in die Pflicht. Nur dieser könne wirksame Massnahmen ergreifen. Auch die Gastwirte hätten Möglichkeiten, indem sie beispielsweise gegen Störenfriede Lokalverbote aussprechen oder eigene Sicherheitsdienste aufbieten. Die Polizei hingegen könne nicht viel machen. «Aus Kostengründen können wir auch nicht an jeder Ecke einen Polizisten hinstellen», meinte Sager. «Mit dem Rauchverbot in Gastrobetrieben hat sich das Problem noch verschärft», ergänzte Matthias Wiedmer (SVP). Doch auch er fand, dass man mit den geltenden Vorschriften etwas gegen den Nachtlärm unternehmen könne. «Mit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Regierungsstatthalter und Gewerbeinspektorat liesse sich sicher eine Verbesserung erzielen», sagte Wiedmer. rdh >

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