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Nachtflugsperre: Neue Regel wird kaum befolgtNachtflugsperre: Der Flughafen lockert häufig die neue Regel

Anwohner ärgern sich, weil in Kloten fast täglich Flugzeuge zu spät starten oder landen. Jetzt muss der Bund für mehr Ruhe sorgen.

Zürich – Auch spätabends herrscht an und über dem Flughafen Kloten reger Betrieb. Vor allem seit Schnee und Kälte den engen Winterflugplan durcheinanderbringen und das Enteisen der Maschinen zusätzlich viel Zeit in Anspruch nimmt (TA vom Samstag). Allein im Dezember hat der Flughafen laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» 65 Ausnahmebewilligungen für Flüge während der Nachtsperrzeit erteilt. Diese Vergabepraxis hat die Vereinigung Bürgerprotest Fluglärm Ost auf den Plan gerufen. Aus ihrer Sicht ist die neue Nachtflugsperre am Flughafen «reine Makulatur», wie Co-Präsident Fritz Kauf gegenüber dem Blatt sagte. Eine Bestimmung, die fast täglich umgangen werde, nütze nichts. Verspätungen aufgrund winterlicher Verhältnisse dürften aber nicht eine Sonderbewilligung nach der andern hervorrufen. In Zürich sei noch kein einziger Flug wegen der Nachtsperre gestrichen worden. Am Flughafen ist seit Ende Juli die Nachtflugsperre neu geregelt. Zwischen 23 und 6 Uhr sind grundsätzlich weder Starts noch Landungen zugelassen, um die Anwohner während der Nacht länger vor dem Lärm zu schützen. Erlaubt ist lediglich der Abbau von Verspätungen bis 23.30 Uhr. Früher durfte bis 24 Uhr geflogen werden. Da hatte der Flughafen praktisch nie Ausnahmebewilligungen vergeben. Jetzt soll der Bund dafür sorgen, dass Flugzeuge nicht zu spät abheben. Der Bürgerprotest Fluglärm Ost hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt gegen die zu «lasche Vergabepraxis» Beschwerde eingereicht.(sit)

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