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Musikschule Oberland baut in Wetzikon acht neue Räume

Die Musikschule Zürcher Oberland vergrössert ihren Standort an der Bahnhofstrasse aus. Die Expansion geht zulasten des Velo- ladens Tom’s Bike Center.

Von Michael von Ledebur Wetzikon – Wer sich in Wetzikon für Musik interessiert, braucht keine grossen Wege zu gehen. An der Ecke Bahnhofstrasse und Weiherstrasse konzentrieren sich fast alle Fachgeschäfte, die mit Musik zu tun haben: Drei Musikfachgeschäfte, eines davon auf Blechblasinstrumente spezialisiert, und zwei Musikschulen ballen sich auf engem Raum. Darunter auch die Musikschule Zürcher Oberland (MZOL). Im kommenden November wird die MZOL ihren Standort an der Bahnhofstrasse massiv ausbauen. In den Räumlichkeiten von Tom’s Bike Center entstehen auf 330 Quadratmetern acht neue Unterrichtsräume. Gegenwärtig sind es deren fünf. Es sei ein strategischer Entscheid, sagt MZOL-Hauptschulleiter Thomas Ineichen. «Wir wollen ein Gesicht bekommen.» Bislang waren die Räumlichkeiten über Wetzikon und weitere 16 Gemeinden verteilt. Zwar werde man weiterhin an den Schulen der einzelnen Gemeinden präsent sein, sagt Ineichen. «Die Pfäffiker Schüler gehen natürlich weiterhin in einem Pfäffiker Schulzimmer in den Musikunterricht.» Aber die Platzverhältnisse seien zusehends knapp geworden, gerade in Wetzikon, wo man Räume zumieten musste. Und viele Musiklehrer unterrichteten bei sich zu Hause. «Das ist ein Pulverfass, denn die Lehrer können Anspruch auf einen Unterrichtsraum geltend machen. Dann müssen wir reagieren.»Die Schule beschäftigt 210 Lehrer, 70 von ihnen allein in Wetzikon. «Dies zu koordinieren, ist eine Herausforderung», sagt Ineichen. Nicht zuletzt, weil die Musiklektionen fast immer in den Randstunden am Nachmittag abgehalten werden. Hinzu kommt, dass Wetzikon der zentrale Bildungsstandort im Zürcher Oberland ist. Die MZOL hat zahlreiche Schüler, die die Kantonsschule Zürcher Oberland oder die Gewerbeschule besuchen. Für sie sei der neue Standort ideal gelegen, sagt Ineichen. Keine Konkurrenz Bei der privaten Musikschule Burkhalter hat man kein Problem mit den Ausbauplänen des staatlich teilsubventionierten Nebenbuhlers. «Wir freuen uns», sagt Marco Walser. Er hat die Musikschule Burkhalter vor einem Jahr von Dieter Burkhalter übernommen. Dieser ist nach wie vor Besitzer der Liegenschaft. «Wir sind keine eigentlichen Konkurrenten», betonen Walser und Ineichen einhellig. Burkhalter hat sich auf Rock, Pop und Jazz spezialisiert, während die MZOL das gesamte Spektrum abdeckt. «Die räumliche Nähe bringt viele Vorteile», sagt Walser. Der Bau der neuen Unterrichtsräume soll im kommenden November an die Hand genommen werden und innert weniger Wochen abgeschlossen sein. Thomas Ineichen schätzt die Kosten auf eine halbe Million Franken.

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