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Mit «Spirit» durchs Oberland

Für Wanderer auf dem Jakobsweg durch das Berner Oberland gibt es eine neue Gratisbroschüre als spiri-

«Spiritualität kann man nicht erschaffen. Man erlebt sie – oder eben nicht. Die Broschüre «Sinnweg-Pilgerweg» soll neue Impulse für spirituelle Erlebnisse auf dem Weg durch das Berner Oberland geben», erklärte Thomas Schweizer, Verantwortlicher für touristische Projekte der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn. Etwa 30 Personen waren zur Vernissage im Restaurant St.-Beatus-Höhlen erschienen, an der das 50-seitige Gratisbüchlein des Vereins Jakobsweg.ch vorgestellt wurde. Unterstützt wurde das Projekt von den beiden Landeskirchen, der Reformierten Kirchgemeinde Sigriswil und der Genossenschaft St.Beatushöhlen. «Ich danke allen Beteiligten für die wertvolle Broschüre, die Menschen die Türe zu höherer Spiritualität und persönlicher Tiefe öffnen soll», so Schweizer. Reformierte Spiritualität Ueli Häsler, verantwortlich für die Bilder in Schwarz-Weiss, verfasste mit Natalie Aebischer die Texte der 50-seitigen Broschüre, die in Kirchen und Tourismusbüros aufliegt. Die Idee dafür entstand im Jakobsjahr 1999. Pilger, die während Wochen in katholischen Gebieten der Schweiz unterwegs waren, orientierten sich im spirituellen Wegenetz an Kirchen, Klöstern und Heiligenbildern. Auf dem Weg durch das überwiegend reformierte Berner Oberland gebe es nur wenige solcher Orientierungspunkte, denn für reformierte Gläubige zähle allein die Heilige Schrift, erklärte Autor Ueli Häsler. Diese Lücke soll die Broschüre füllen, die 14 Wegstationen von der Beatuskapelle am Obsee bis zur Rast in Amsoldingen spirituell markiert – ähnlich wie der Kreuzweg der Katholiken. Texte aus der Bergpredigt «Grundlage aller Texte der Broschüre ist die Bergpredigt, die sehr gut in unsere Region passt», so Häsler. Die historischen Anmerkungen über den heiligen Beatus sollen an die gemeinsamen Wurzeln von Katholiken und Protestanten im christlichen Glauben erinnern. «Pilger setzen sich mit den grossen Fragen des Lebens auseinander – das ist an keine Konfession gebunden. Es geht um Offenheit und Toleranz, der Mensch soll im Zentrum stehen», erklärte Häsler. «Highway» der Jakobswege Häsler sprach über das Gesamtprojekt des riesigen Wegenetzes europäischer Jakobswege, das in der EU auch «die kulturelle Blutbahn Europas» genannt werde. Das Wegstück durch das Berner Oberland sei der «Highway» der Jakobswege und repräsentiere Kultur, Kunst und Geschichte wie ein Tautropfen im Spinnennetz, so Häsler.Monika Hartig •www.jakobsweg.ch >

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