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Lok- und Zugpersonal fordert Ersatz der Cisalpino-Neigezüge Stadler Rail mit Umsatzplus und Rekord-Auftragseingang Dramatischer Einbruch bei Buchungen nach Tunesien KOF-Konjunkturbarometer verharrt auf hohem Niveau

Nachrichten Bahnverkehr Die pannenanfälligen Cisalpino-Neigezüge sollen aus dem Verkehr gezogen werden. Das fordert das Lok- und Zugpersonal der SBB in einer Resolution. Die Bahnangestellten hätten die Nase voll von diesen Zügen, heisst es darin. Seit die Neigezüge (ETR 470) 1993 in Betrieb genommen worden sind, seien immer wieder dieselben technischen Probleme aufgetreten und sie hätten nie gelöst werden können. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe der jüngste Brand in einem der Neigezüge im Tessin. Der Zugpersonalverband Schweiz und der Lokomotivpersonalverband – beides Unterverbände der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) – verabschiedeten den Text der Resolution an ihren Delegiertenversammlungen. (SDA)Schienenfahrzeugbau Der Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler Rail hat so viele Aufträge in den Büchern wie noch nie. Der Bestellungseingang im letzten Jahr betrug rekordhohe 2,87 Mrd. Fr. Der Umsatz wuchs leicht um 38 Mio. auf 1,08 Mrd. Fr. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen von SVP-Nationalrat Peter Spuhler mit einem Umsatzsprung auf 1,45 Mrd. Fr. 2012 rechnet Stadler Rail mit einer Verdoppelung des Umsatzes. Die Aufträge seien bereits in den Büchern. Die Kapazitäten an den drei Schweizer Standorten Bussnang TG, Altenrhein SG und Winterthur seien bis mindestens Mitte 2013 gut ausgelastet. Das Familienunternehmen, das sich zu 90% in Privatbesitz befindet, veröffentlicht keine Gewinnzahlen. Finanzchef Hansruedi Geel sagte vor den Medien jedoch, man habe «2010 sehr gut gearbeitet». (SDA) Tourismus Die Schweizer Bevölkerung will derzeit nicht nach Tunesien in die Ferien. Die Reisebüros klagen laut dem Fachblatt «Travel Inside» über dramatische Einbrüche bei den Buchungen. Die Tunesienspezialisten Destinations Santé und Xenotours liegen 80% unter Vorjahr. Die grossen drei der Branche nennen keine Zahlen, machen aber kein Hehl daraus, dass Tunesien miserabel läuft. Die Destination sei für dieses Jahr «gelaufen», heisst es bei Kuoni; die Buchungsstände lagen bei unter 50% des Vorjahres. Ägypten erreicht immerhin 50%. Hotelplan hat erst gerade eingeführte Charter-Flüge nach Tunesien gestrichen. (TA) Wirtschaftslage Die Schweizer Wirtschaft dürfte weiter kräftig wachsen. Das weist das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) aus. Es verharrte im Mai bei 2,30 Punkten und damit auf dem hohen Stand des Vormonats. Den Punktestand von April revidierten die Forscher von 2,29 auf 2,30, wie die KOF am Freitag mitteilte. Das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr dürfte demnach in den kommenden Monaten weiterhin hohe Werte erreichen. Positiv entwickelte sich die ganze Wirtschaft. Das Baugewerbe und die Banken wiesen gegenüber dem Kernbruttoinlandsprodukt eine etwas deutlichere Dynamik aus. (SDA)

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