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Langnau muss wieder investieren

Die Gemeinde muss das Innendach des Hallenbads für zwei Millionen Franken erneuern. Da Langnau bereits Millionen in die Sanierung des Bads gesteckt hat, kommt der Gemeinderat in Erklärungsnotstand.

Von Pascal Münger Langnau – Das Hallenbad in Langnau bleibt ein Sanierungsfall. Nach einer Untersuchung der Firma Hunziker Betatech muss die Gemeinde im Sommer 2013 für 2 Millionen Franken die Innendecke sanieren. Das Hallenbad wird während der Arbeiten für sechs Monate geschlossen bleiben. Die teure Sanierung bringt den Gemeinderat in Erklärungsnot. Denn bereits 2005 liess er das Bad für 3,3 Millionen Franken sanieren, damals konzentrierte man sich aber vor allem auf den Beckenbereich. Dies, weil die Gemeinde sich auf Untersuchungen von zwei Ingenieursunternehmen verliess, die zum Schluss gekommen waren, dass die Decke nicht saniert werden müsse. Bald danach entdeckten die Verantwortlichen Kondenswasser, das auf undichte Stellen im Dachbereich zurückzuführen war. Darum sanierte die Gemeinde das Aussendach des Hallenbads im Jahr 2010 für 1,3 Millionen Franken. Dass nun auch noch die Innendecke für weitere 2 Millionen Franken erneuert werden soll, sorgt für Unverständnis. Öffentliche Ausschreibung Pikant ist, dass der Gemeinderat offenbar bereits bei der Aussendeckensanierung erfahren hat, dass die Innenseite ebenfalls erneuert werden muss. «Warum die Arbeiten nicht gleichzeitig gemacht worden sind, entzieht sich meinen Kenntnissen», sagt Liegenschaftsvorstand Hans-Ulrich Braun (FDP). Dies sei ein Geschäft seines Amtsvorgängers gewesen, den er im Frühling 2010 ersetzt habe. Weil die Renovierungskosten den Betrag von 150 000 Franken überschreiten, wird der Auftrag des Generalplaners in den nächsten Wochen öffentlich ausgeschrieben. Die Dachsanierung, die den grössten Teil der 2 Millionen Franken beansprucht, kann der Gemeinderat laut Braun voraussichtlich ohne Zustimmung des Souveräns in Auftrag geben, weil es sich dabei um gebundene Kosten handelt. Um Arbeiten also, die dringend nötig sind und Bestehendes ersetzen und nicht blosse Verschönerungsarbeiten darstellen. Gleichzeitig möchte der Gemeinderat jedoch auch die Bereiche Sanitäranlagen, Lüftung und Garderobe sanieren, damit das Hallenbad nur einmal den Betrieb einstellen muss. «Da es sich bei diesen Bereichen zum Teil um nicht gebundene Ausgaben handelt, muss das Geschäft von der Gemeindeversammlung abgesegnet werden, wenn es den Betrag von 150 000 Franken übersteigen sollte», sagt Braun. Das Langnauer Hallenbad wird im Sommer 2013 voraussichtlich für sechs Monate geschlossen. Foto: PD

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