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Kunden kommen auch aus Süddeutschland

Der Zolliker Chramschopf hat mit dem Herbstfest seinen 40. gefeiert.

Von Willy Neubauer Zollikerberg – Eigentlich müsste man ja Platzkarten ziehen. Wie bei der Post. Dermassen voll ist am Herbstfest-Samstag der Chramschopf, dieses Paradies für alle Secondhand-Sachen, die man braucht – oder auch nicht. Da türmen sich Lautsprecherboxen für 20 Stutz (per Paar) neben dem eleganten Sideboard aus Nussbaum. Eine lange Reihe Taschenbücher lässt die Zeiten aufleben, als man die Abenteuer von Jerry Cotton und Phil Decker unter der Bettdecke verschlang, weil diese «Schundheftli» von den Eltern eigentlich verboten worden waren. Wer seinen Kaufrausch ausgelebt hat, setzt sich draussen in der gleissenden Sonne auf eine Festbank oder begibt sich in den Schatten des Zeltes. Um die Mittagszeit füllen sich die Bänke immer mehr. Der Feuerwehrverein verkauft «Ghackets mit Hörnli und Öpfelmues» und andere Leckereien. Rund 200 Portionen «Ghackets» und 300 Essen mit Hamburgern sowie Würsten habe der Feuerwehrverein den hungrigen Besuchern angeboten, informiert Jürg Zanon. Die Mitglieder des Vereins pflegen alte Feuerwehr-Fahrzeuge wie den 1961er Saurer, ein blitzblank herausgepützeltes Tanklöschfahrzeug, mit dem vor allem Kinder am Samstag eine Rundfahrt machen können. Ideal für Kinder Rosemarie Zambelli vom Verein Chramschopf schätzt die Hilfe des Feuerwehrvereins, der seit 20 Jahren mitmacht. Noch länger bei der Organisation des Herbstfests dabei, nämlich von Anfang an, ist der Freizeitdienst. Zum 40-jährigen Bestehen des Chramschopfes seien besonders viele Leute gekommen, was sicher auch am herrlichen Herbsttag liege, meint Zambelli und strahlt mit der Sonne um die Wette. Pro Jahr spendet der Verein aus dem Verkaufserlös rund 140 000 Franken für wohltätige Zwecke. Um den Betrieb des Chramschopfes, der weit über Zollikerberg hinaus bekannt ist – «wir haben Kunden bis in den süddeutschen Raum», erzählt Zambelli stolz – aufrechtzuerhalten, sucht der Verein Chramschopf neue Mitglieder. Die herumwuselnden Kinder vergnügen sich auf dem alten Karussell oder entdecken am Kinderflohmarkt «neues» Spielzeug. Alina Greuter und Shailine Staub sind aus Oetwil gekommen, um ihre alten Schätze zu verkaufen. Ja, sie seien zufrieden, hätten gut verkauft. Und nein, sie hätten kein Problem, die alten Spielsachen wegzugeben, meinen die zwei Mädchen. Nicole Schumacher, eine Heimweh-Zollikerin, sucht mit ihren Kindern neue Schätze für das Kinderzimmer. Das Herbstfest sei wunderbar, ideal für Kinder, erklärt sie, «jetzt chröömled mer no es bitzeli.» www.chramschopf.ch R. Zambelli.

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