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Kunden können in E-Books lesen, ohne zu rascheln

Die Kornhausbibliotheken bieten neu elektronische Bücher an. Vorläufig

Elektronische Bücher, die auf einem Bildschirm gelesen werden, könnten Bibliotheken dereinst überflüssig machen: Wer will schon schwere Bände heimtragen, wenn er ein Buch zu Hause aus dem Internet runterladen kann? Und wer möchte schon sein Reisegepäck mit Büchern belasten, wenn sich die Ferienlektüre samt Reiseführer in fast beliebigem Umfang auf einem kleinen Gerät speichern lässt? Christine Eggenberg, die Direktorin der Kornhausbibliotheken, ist sich bewusst, dass E-Books die herkömmlichen Bücherausleihen schon bald stark konkurrenzieren werden. «Doch wir können die digitalen Bücher nicht einfach ignorieren», erklärte sie gestern an einer Medienorientierung. Deshalb haben die Berner Kornhausbibliothek sowie die Gemeindebibliotheken in Muri-Gümligen, Ostermundigen und Münchenbuchsee nun sogar selber E-Books im Angebot – allerdings vorerst nicht zum Ausleihen, sondern nur zum Testen: In einer Leseecke können Bibliothekskunden und -kundinnen erste Erfahrungen damit sammeln, wie das Lesen ohne Rascheln funktioniert. In Zukunft «Tankstelle»Christine Eggenberg ist sich bewusst, dass die Kornhausbibliotheken die Entwicklung der E-Books mitmachen müssen: «Wir werden wohl zweigleisig fahren: Für den einen Teil der Kundschaft bieten wir weiter die herkömmlichen Bücher an, für die anderen die elektronische Variante.» Dereinst könnten die Kornhausbibliotheken als «Tankstelle» fürs Laden von E-Books dienen. Vorläufig setzen die Bibliotheksdirektorin und ihre Mitarbeitenden aber noch voll aufs herkömmliche Buch. Das beweist ein Kinowerbespot, der ab dem 3.September in den Quinnie-Kinos läuft. Mit dem Werbefilm des Berner Filmemachers Dieter Fahrer sollen neue Kundinnen und Kunden gewonnen werden. Kornelia kann nicht küssenHaben diese Fragen, können sie diese jetzt auch der neuen elektronischen Bibliothekarin Kornelia auf der Internetseite www. kornhausbibliotheken.ch stellen. Die elektronische Auskunft soll die realen Mitarbeitenden aus Fleisch und Blut entlasten. Ratsuchende können im Internet Kornelias Bild anklicken und ihre Frage eingeben. Wer wissen möchte: «Welche Bibliotheken sind abends geöffnet?», erhält prompt die Übersicht über die Öffnungszeiten aller Filialen geliefert. Kornelia antwortet auch auf private Fragen wie «Können Sie küssen?». Allerdings macht sie dies mit der nötigen Zurückhaltung: «Leider nein, das hat mir bis jetzt niemand beigebracht.» Esther Diener-Morscher>

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