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Kirche und Homosexualität Kein Gottesdienst für Homosexuelle, TA vom 16. Juli; Weihbischof Elegantis Mentor war ein Unzuchts-Priester, TA vom 19. Juli

Kirche und Homosexualität Kein Gottesdienst für Homosexuelle, TA vom 16. Juli; Weihbischof Elegantis Mentor war ein Unzuchts-Priester, TA vom 19. Juli «Katholische Kirche vertreibt die Gläubigen» Ungehorsam als Christenpflicht. Ich bin zwar dagegen, dass man im Konflikt der Churer Bistumsleitung mit der katholischen Zürcher Kantonalkirche unnötig Öl ins Feuer giesst. Was aber das Verbot einer Beteiligung an den ökumenischen «Zürich Pride»-Gottesdiensten anbelangt, wäre Widerstand am Platz gewesen. Ungehorsam – auch gegen die klerikale Obrigkeit – kann von Fall zu Fall Christenpflicht sein. Sanktionen wären kaum zu befürchten, wie das Beispiel Röschenz/Pfarrer Sabo beweist, wo Bischof Koch nach längerem Streit einlenken musste. Jesus selbst hat sich ja mit Zöllnern und Sündern, das heisst mit den Ausgegrenzten jener Zeit, an einen Tisch gesetzt, wobei ich nicht der Meinung bin, dass es sich bei den Homosexuellen um Sünder handelt. Einmal mehr ist der katholischen Hierarchie das Festhalten an Dogmen und Kirchenrecht wichtiger als der Dienst am Menschen. Walter Artho, Schlieren Eleganti will elitäre Kirche. Die Enthüllungen im Artikel von Michael Meier über den Weihbischof Eleganti zeigen die Unfähigkeit der bischöflichen Führung von Bischof Huonder. Als Katholik bin ich zutiefst enttäuscht. Warum werden immer wieder solche Menschen und nicht wirkliche Seelsorger von oben dem Kirchenvolk vorgesetzt? Weihbischof Eleganti soll an einer Tagung vor Katecheten gesagt haben, die Anhäufung von Kirchenaustritten sei gut für die Kirche, denn nun werde die Spreu vom Weizen getrennt. Das haben mir verschiedene Teilnehmer dieser Tagung zugetragen. Eine solche Aussage darf nicht unwidersprochen bleiben. Offenbar will Eleganti eine elitäre, frömmlerische, sektiererische Kirche. Wie man alle Katholiken in einer Pfarrgemeinde anspricht und einbezieht, davon scheint er keine Ahnung zu haben. Dass sich viele vernünftig denkende Katholiken in ihrer Kirche nicht mehr daheim fühlen, ist verständlich. Walter Trottmann, Urdorf Gelebte Toleranz. Die katholische Kirche entfremdet sich immer mehr von den Menschen, denen sie eigentlich Halt geben sollte. Anstatt offen für die Leute da zu sein, die eine seelsorgerische Begleitung wünschen, grenzt sie aus. Damit vertreibt sie die Gläubigen und muss sich über weitere Kirchenaustritte nicht wundern. Erst kürzlich hat eine Studie aufgezeigt, dass es nach der Anerkennung der reaktionären Pius-Bruderschaft und den weitverbreiteten Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gehäuft zu Kirchenaustritten gekommen ist. Der ökumenische Gottesdienst am Christopher Street Day in Zürich war jeweils ein wunderbares Beispiel dafür, dass die Kirchen den Menschen auch heute noch ein echtes spirituelles Erlebnis bieten können, wenn sie nah genug bei ihren Bedürfnissen sind. Wann, ausser an Weihnachten, erleben es die Gotteshäuser denn heute noch, dass die Bänke gut gefüllt sind? Am Christopher Street Day feiern Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle ein Fest der Liebe und stehen gemeinsam ein für die Anerkennung ihrer Lebensform. Das ist gelebte Toleranz und hat mit Propaganda nichts zu tun. Martin Abele, Zürich Staat soll sich nicht einmischen. Bibeltreue evangelische und katholische Christen sollten dem Bischof von Chur und dem Weihbischof in Zürich für deren Haltung recht geben. Sowohl im Alten wie im Neuen Testament wird die Homosexualität verurteilt. Der Weltkatechismus der katholischen Kirche verurteilt den Menschen, der homosexuell veranlagt ist, nicht. Die seelsorgerliche Betreuung wird von der Kirche angeboten. Dazu braucht es keinen verpolitisierten CSD-Gottesdienst. Ich weise die Einmischung des Präsidenten des Synodalrats Benno Schnüriger in aller Form zurück. Muss der Weihbischof zuerst Benno Schnüriger anfragen, was er innerkirchlich zu tun hat? Genauso verwerflich finde ich die Bemerkungen des Zürcher Regierungsrats Markus Notter. Woher weiss er, wie viele homosexuelle Menschen in der Kirche engagiert sind? Hier mischt sich die staatliche Exekutive in eine innerkirchliche Angelegenheit ein und verletzt damit die Religionsfreiheit der katholischen Kirche. Markus Carloni, Turbenthal Umstritten: Der Zürcher Weihbischof Marian Eleganti. Foto: Thomas Burla

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