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Kaum Stimmung an der Ballnacht für Jugendliche

Die Stäfner Jugend feierte «die Nacht». Die Party für 15- bis 25-Jährige offenbarte sich aber nicht gerade als «die Nacht der Nächte».

Von Ueli Zoss Stäfa – Ein Projektteam, bestehend aus Stäfner Jugendlichen, entwickelte auch diesmal die Ideen für «die Nacht» – so der Name des alljährlichen Jugendfestes im Forum Kirchbühl. Ansprechpartner waren wiederum Vertreter der Jugendarbeit der reformierten Kirchgemeinde, die den Anlass unterstützt. «Die Jugendlichen sollen entscheiden, wie das Fest abläuft», sagt Peter Baldini. Der 23-jährige Jugendarbeiter unterstützte mit Helfern die Umsetzung der Ideen. Für das 7. Jugendfest erhielt das Motto «The Prom» den Zuschlag – in Anlehnung an den Abschlussball am Ende der Highschool-Zeit in den USA. «The Prom» sollte sich im Verlauf des Abends zu einer Beach-Party entwickeln, lautete ein anderer Vorschlag, der ebenfalls auf Zustimmung gestossen war. Zu viel versprochen Von einer rauschenden Ballnacht war lange wenig zu sehen. Eine Stunde nach Türöffnung am Freitagabend um 20 Uhr tummelten sich die meisten Jugendlichen noch auf dem Schulhausplatz Kirchbühl. Nur ein paar hatten die fünf Franken an der Eintrittskasse bereits entrichtet. Dort erhielt ein rotes Armband, wer unter 16 Jahren war; ein gelbes berechtigte zum Konsum eines Bierchens. Im Ballkleid und in Schale erschien keiner der Jugendlichen. Auch das propagierte Beach-Feeling wollte nicht richtig aufkommen. Ein paar Palmen suggerierten immerhin südliche Gefilde. Die Sombreros der Beach-Bar-Helferinnen wirkten aber im wahrsten Sinn des Wortes aufgesetzt. Im Foyer des Forums war zudem eine Ecke für ein Foto-Shooting eingerichtet worden. Ein Ballkönig und eine Ballkönigin wurden später erkoren. Nani (17) und seine Freundin Kim (15) setzten sich lange als Einzige in Pose. «Sonst ist ja nicht viel los», sagte Nani. Fragwürdiger Whirlpool Seltsam mutete eine Art Badewanne an, die unter freiem Himmel stand. Das sei ein selbst konstruierter Whirlpool, sagte ein Helfer. Das quadratische Ding, in das höchstens lauwarmes Wasser floss, sollte zum Baden «am Beach» einladen. Zwei Schüler machten den Gag mit und nahmen in Badehosen im Nass Platz. Viele Nachahmer fanden sie nicht. Frühere Projektteams der «Nacht» waren kreativer. So zeichneten sich letztes Jahr einige Stäfner als Jungfilmer aus, es wurden Kurzfilme gezeigt und prämiert. Vor vier Jahren sorgte «Revolution» für Diskussionen unter den Jugendlichen. Auch die 7. «Nacht» diente aber als Plattform für junge Musiker. Diesmal traten der Solo-Künstler Levin Deger und die Band Audiodelict auf. Sie brachten den Saal mit der Hundertschaft von Zuhörern dann doch noch zum Kochen.

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