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Kaum Arbeit für die Souffleuse

Die neu formierte Niklausbühne Hombrechtikon feiert mit dem Stück «Die verflixte Walpurgisnacht» Premiere.

Von Ueli Zoss Hombrechtikon – Über dreissig Jahre lang versuchten sich die Choristen der Niklausbühne Hombrechtikon auch auf der Theaterbühne und führten jeweils im Herbst eine Komödie auf. In letzter Zeit verringerte sich jedoch die Zahl der Theater spielenden Chormitglieder. So entschied man, die Theatergruppe aufzulösen. Einige Theaterfans beschlossen, die Niklausbühne dennoch als eigenständigen Theaterverein weiterzuführen. Getreu den Vereinsstatuten, das kulturelle Leben durch das Organisieren und Aufführen von Theaterstücken zu fördern, lädt die Niklausbühne nun im katholischen Kirchgemeindesaal zum Dreiakter «Die verflixte Walpurgisnacht» ein – ein Lustspiel des Mundartautors Emil Stürmer. Unmittelbar vor Beginn der Hauptrobe wirkt das Ensemble in der Garderobe angespannt und konzentriert. «Lampenfieber haben wir aber keines», sagt Rösly Fritschi, Präsidentin der Niklausbühne. Im Stück spielt sie die Wirtin im Restaurant zur Taube. Maskenbildnerin Gaby Rüegg kümmert sich ein letztes Mal um die Schminke von Judith Casu, von Beruf Musiklehrerin und Kindergärtnerin. Die talentierte Laienschauspielerin verkörpert eine reiche Witwe. Hauptprobe mit Publikum Schliesslich sucht Priska Glaser ihren Platz im Souffleurkasten auf, und Klaus Trottmann begrüsst das Publikum. «Wir haben drei Monate geprobt, jetzt üben wir ein letztes Mal vor Zuschauern. Ihr seid wichtig für uns, wir möchten anhand von euren Reaktionen erkennen, welche Pointen besonders gut ankommen», sagt der Regisseur. Die Schauspieler haben die ersten Lacher rasch auf ihrer Seite. Bodenständiger Humor kommt nicht zu kurz. Die Handlung ist rasch erzählt: Schuhmacher Sepp Brunner steht mit Frau Wirtin auf Kriegsfuss. Natürlich hat sein Sohn ein Auge auf deren Nichte geworfen. Damit die beiden zueinanderfinden, braucht Brunner eine Mitgift. Er sucht per Heiratsinserat eine reiche Frau. Eine Witwe und eine alte Jungfer melden sich. Die Fetzen fliegen zwischen den beiden. Die Walpurgisnacht bestimmt die Handlung des Lustspiels. Die freigesetzten Hexenkräfte bringen das Blut der Verliebten prompt zusätzlich in Wallung. Die flüsternde Helferin verbrachte im Souffleurkasten einen ruhigen Abend. Nur einmal verpasste der Sohn des Schuhmachers ein Stichwort und damit seinen Einsatz. «Das passiert hoffentlich nicht, wenn es ernst gilt», meldet sich Trottmann im Saal zu Wort. Nach dem Schlussvorhang folgt die Erkenntnis: Die Laienschauspieler stehen mit viel Herzblut und Engagement auf der Bühne. Trottmann zeigt sich mit der Hauptprobe zufrieden: «So muss Volkstheater sein.» «Die verflixte Walpurgisnacht»: 13./19./20. Nov., 20 Uhr, 14./21. Nov., 15 Uhr im kath. Kirchgemeindesaal.Vorverkauf u. Reser-vation: Drogerie Pfister, Hombrechtikon. Bevor man sich fürs Leben bindet, muss der Zukünftige gehörig untersucht werden .Foto: Michael Trost

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