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Kampf um verschwundene Zebrastreifen

Seit die Kantonspolizei Fuss- gängerstreifen in Effretikon entfernen liess, bangen die Anwohner um ihre Kinder. Sie wehren sich mit einer Unterschriftensammlung.

Illnau-Effretikon. - «Es ist aberwitzig - just nach den Sommerferien wurden die Zebrastreifen auf unserer Strasse entfernt», sagte Prisca Wintsch. Sie wohnt an der Lindenstrasse in Effretikon. Und seit den Sommermonaten sind die Übergänge an der Linden- und der Müslistrasse weg. Weil sich in der Nähe eine Spielgruppe, ein Kindergarten und das Schulhaus Watt befinden, wehrt sich die Mutter zweier Söhne - gemeinsam mit Mirko Damay. Er bangt um die Sicherheit seiner vier Kinder. Die Fussgängerstreifen hat die Stadt entfernen lassen, weil dort seit einiger Zeit ein Tempo-30-Regime herrscht.

Wie «regio.ch» berichtet, sagen die beiden Anwohner dem Vorgehen der Kantonspolizei nun mit einer Unterschriftensammlung den Kampf an. Die 270 Signaturen übergaben sie gestern Werkvorstand Ueli Müller (SP). «Wir werden das Anliegen der Anwohner ernsthaft prüfen», versprach der Stadtrat. Allerdings liege der Entscheid nicht bei der Exekutive von Illnau-Effretikon - dies gelte auch für die Motion, welche die beiden grünen Gemeinderäte Rainer Hugener und Erich Vögtlin vor einigen Tagen einreichten. Damit wollen sie den Stadtrat beauftragen, die Fussgängerstreifen in der Nähe von Schulen wieder anzubringen. «Das können wir nicht», sagte Müller gestern. Die Stadt könne sich lediglich bei den Ordnungshütern dafür einsetzen. «Weil genau für diese Situationen Ausnahmeparagrafen existieren, haben wir mit diesem Anliegen aber gute Chancen», räumte der Werkvorstand ein. Diese Aussage war Damay jedoch nicht konkret genug. Er wollte wissen, wann in dieser Sache eine Entscheidung gefällt werde. Ueli Müller: «Es ist denkbar, dass dies noch dieses Jahr geschieht.»

Mirko Damay (Mitte) und Prisca Wintsch (rechts) übergeben dem Werkvorstand Ueli Müller (SP) ihre Petition.

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