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In nie gekannter Verfassung Richtung London

Die Schwimmelite startet heute in Uster an der Kurzbahnmeisterschaft in die Olympiasaison. WM-Finalist Flori Lang tritt 16 Mal an.

Von Monica Schneider Nach dem traditionellen internationalen Meeting findet in diesem Jahr und ab heute Freitag auch die nationale Kurzbahnmeisterschaft der Schwimmer im Ustermer Buchholz statt. Für die Elite geht es um die Qualifikation für die Kurzbahn-EM Mitte Dezember in Szczecin (Pol), ausgenommen davon sind die WM-Finalisten Flori Lang und Dominik Meichtry. Sie sind bereits qualifiziert, Meichtry reist deshalb nur nach Polen. Lang hingegen, der in Graz lebt und trainiert, bezeichnet die dreitägigen Wettkämpfe als «hartes Training». Er wird, rechnet man Vorläufe und Finals zusammen, insgesamt 16 Mal antreten, «wohlgemerkt aus dem Training heraus, ich werde mich nicht rasieren, diesen psychologischen Trumpf behalte ich mir für die EM auf», sagt er. Der 28-jährige Zürcher hat eines seiner erfolgreichsten Jahre hinter sich, an der WM in Schanghai qualifizierte er sich über 50 m Rücken erstmals für einen Final, in Stockholm gewann er im Oktober erstmals ein Weltcuprennen. Über den Grund für diese herausragenden Leistungen muss er nicht lange nachdenken: «Mit dem Umzug nach Graz vor über einem Jahr sind Ruhe und Kontinuität in mein Leben und Training eingekehrt, ich trainiere heute doppelt so viel wie vor dem Wechsel.» Zuvor sei er zu viele Kompromisse eingegangen, belastet hat ihn auch das Studium. Auf die 100 m konzentriert Die Krux: Seine Paradedisziplin, die 50 m Rücken, sind nicht olympisch. Deshalb konzentriert er sich nun auf die 100 m – auch die 100 m Crawl. Im März an den nationalen Langbahnmeisterschaften sowie im Mai an der EM in Antwerpen wird er Gelegenheit erhalten, sich nach Peking zum zweiten Mal für Olympia zu qualifizieren, seinen möglicherweise letzten grossen Wettkampf. Langs Optimismus ist derzeit gross, die Resultate hätten ihm Mut gemacht. Und: «Mit der sukzessiven Steigerung im Training bin ich heute in einer Verfassung wie noch nie», sagt er. Er sei kräftiger geworden, nie krank gewesen, «und ich unterbiete im Training meine Zielzeiten, wie ich es noch nie getan habe». Trotzdem bleibt er vorsichtig: Ob er sein Potenzial schon in Uster abrufen könne, sei ungewiss, «erster Höhepunkt bleibt die EM in Polen».

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