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Im Schongang zum neunten Sieg

Die Unihockeyaner der Grasshoppers schlugen in einer einseitigen Begegnung Chur 9:4. Trotz Rang 3 ist Trainer Magnus Svensson mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht ganz zufrieden.

Von Jean-Pierre Costa, Zürich Vor Wochenfrist mussten die Grasshoppers im Cup-Viertelfinal gegen die Bündner bis zur 46. Minute warten, ehe Topskorer Michael Zürcher mit seinem Tor zum 5:3 die Partie in die richtigen Bahnen lenkte. Nach vier weiteren Treffern hiess es am Schluss 9:3. «Das dürfte erneut eine schwierige Partie absetzen», glaubte deshalb GC-Trainer Magnus Svensson. Doch es kam diesmal anders. Im gestrigen Meisterschaftsspiel war die Partie bereits Mitte des zweiten Drittels entschieden. 6:3 führten die Stadtzürcher nach 40 Minuten, ohne selbst restlos überzeugt zu haben. Sie beherrschten das Geschehen gleichwohl nach Belieben. Zudem war die individuelle Klasse einiger GC-Akteure unübersehbar. Und als sich der Churer Carlo Engel im Schlussabschnitt eine 5-Minuten-Strafe einhandelte, stellten die Gastgeber einmal mehr ihre Effizienz im Powerplay unter Beweis, erzielten drei Überzahltore und liessen keine Zweifel mehr aufkommen. Mit drei Treffen erwies sich Christoph Meier beim 9:4 als erfolgreichster Torschütze, während Otto Moilanen mit fünf Skorerpunkten das Skandinavierduell gegen Kari Koskelainen (4) knapp für sich entschied; beide spielten einst zusammen im finnischen Nationalteam. Beide Angreifer wurden am Ende als beste Spieler ihrer Mannschaften ausgezeichnet. Teamfindung geht weiter Mit neun Siegen, aber auch bereits vier Niederlagen belegen die Stadtzürcher in der Zwischenrangliste Platz 3. Eine Rangierung, die Svensson zwar als positiv erachtet, die ihn jedoch nicht restlos befriedigt. «Spielerisch sind wir nicht dort, wo wir sein wollten», sagt er. Nach dem ersten Cupsieg der Vereinsgeschichte im März und dem Vorpreschen in den Playoff-Halbfinal war der nächste Schritt auf dem Weg an die Spitze geplant. «Davon sind wir momentan noch einiges entfernt», glaubt der 38-Jährige. Mangelnde Kontinuität führt er als Grund an. Die Niederlagen gegen die schwächer eingestuften Rychenberg, Waldkirch-St. Gallen sowie im Kantonsderby gegen Uster seien der Beleg dafür. «Wir sind noch immer auf dem Weg zur Teamfindung.» Die Rückschläge beunruhigen Svensson jedoch nicht. Das sei normal, schliesslich wurde im Sommer das halbe Kader ausgewechselt, darunter auch viele Teamleader. «Die Neuen haben ihre Position noch nicht gefunden», ergänzt der GC-Übungsleiter. Am guten Willen fehle es nicht. «Die Mannschaft hat Potenzial, nur hat der Klick im mentalen Bereich noch nicht stattgefunden.» Die personellen Probleme spielt Svensson dagegen herunter. «Unser Kader ist breit und gut genug», stellt er fest. Allerdings haben sie durchaus ihre Berechtigung. Neuzuzug Sven Heinzelmann (Hüftprobleme) hat noch keinen Ernstkampf bestritten, Schwedenrückkehrer Markus Sutter (Bänderriss) fällt nach nur zwei Einsätzen für den Rest der Saison aus. Und auch Goalgetter Linard Parli hat sich erneut verletzt und wird weiter fehlen. Dafür ist der 32-jährige Moilanen endgültig zurück. Bei seinem gestrigen vierten Meisterschaftseinsatz verbesserte der Finne seine Bilanz mit zwei Treffern und drei Assists auf beachtliche elf Skorerpunkte. Daher blickt Svensson zuversichtlich in die Zukunft. Zumal die Bilanz gegen die Spitzenteams positiv ausfällt. «Die Spiele, die wir gewinnen wollten, haben wir auch zu unseren Gunsten entschieden», bestätigt er. Im Schweizer Cup steht GC im Halbfinal, dazu wurde zu Saisonbeginn der Final des Masters-Cups gegen Wiler-Ersigen gewonnen. Am Sonntag gegen den Meister Svensson hofft, die Serie am Wochenende fortsetzen zu können. Am Sonntag besuchen die Zürcher Meister und Leader Wiler. In der Hinrunde gewann GC in der Hardau 9:6 und fügte den Bernern die einzige Meisterschaftsniederlage zu. Damals war der Meister mit seinem neuen Trainer Heikki Luukkonen noch auf Identitätssuche. «Diese Phase scheint nun abgeschlossen. Diesmal ist Wiler der klare Favorit», bemerkt der Schwede und fügt schmunzelnd an, «gegen den Serienmeister haben wir aber zuletzt immer gute Resultate erzielt.» Otto Moilanen (rechts) genoss viele Freiheiten vor dem gegnerischen Tor und war von den Churern selten zurückzuhalten. Foto: Sabina Bobst

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