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Im Jubeljahr strebt der Sportclub Zollikon nach Höherem

Vor fünfzig Jahren wurde der SC Zollikon gegründet. In den 80er-Jahren spielte der Verein in der 2. Liga. Jetzt wird der Aufstieg in die 3. Liga angestrebt.

Von Dennis Bühler Zollikon – In Zollikon hatte schon 1912 für kurze Zeit ein Fussballverein existiert. Als die Statuten aufgestellt werden sollten, verliefen sich die Pläne im Sand. 1933 wurde ein zweiter Versuch gestartet, den das gleiche Schicksal ereilte. Erst 27 Jahre später sollte das Unterfangen von Erfolg gekrönt sein. Gegründet wurde im Sommer 1960 auf Initiative von Jörg Theiler und Heinrich Müntener schliesslich ein Verein, der im Laufe der Jahre stetig gewachsen ist und heute rund 450 Mitglieder umfasst: der Sportclub Zollikon. Die Skepsis vor der Gründungsversammlung war gross. Die Befürchtung, nur wenige könnten sich in den Saal des Restaurants Rössli verirren, nicht kleiner. Es fanden sich schliesslich mehr als fünfzig Fussballbegeisterte ein. Unter der Leitung des Tagespräsidenten Richard Vollenweider wurden die Statuten des neuen SC Zollikon genehmigt. Der anwesende Präsident des Nachbarvereins FC Küsnacht spendete den Zollikern vor Freude über die neu erwachsene Konkurrenz spontan den ersten Spielball. In späteren Jahren sollte sich zwischen den beiden Vereinen eine zwar gesunde, aber dennoch erbitterte Rivalität entwickeln. Zum ersten Präsidenten des SCZ wurde Albert Walder gewählt. Der tief angesetzte Mitgliederbeitrag für Junioren – 1 Franken pro Monat – liess den Berichterstatter des «Zolliker Boten» frohlocken: «So sollte es jedem Jüngling, der Freude am Fussballspiel hat, möglich sein, dem Sportclub beizutreten. Stellt nicht gerade das Spiel der Junioren einen bedeutenden Faktor in der Erziehung dar?» Nur ja kein zweiter FCZ Zwei Versionen gibt es, weshalb man damals den neuen Verein Sport- und nicht Fussballclub taufte. Einerseits wollte man sich die Möglichkeit einer späteren polysportiven Entwicklung offenhalten, andererseits soll sich Albert Walder als Ur-Grasshopper mit Händen und Füssen dagegen gewehrt haben, einen zweiten FCZ ins Leben zu rufen. Unter Trainer Heini Oechslin, Inhaber eines Fussballfachgeschäfts in Zürich, stieg die erste Mannschaft 1978 in die 3. Liga auf. Seinem Nachfolger Renato Armellino gelang 1983 gar der grosse Coup: Erstmals schaffte der SCZ die Promotion in die 2. Liga. Als Anerkennung für den Aufstieg überreichte die Gemeinde dem Verein zwölf Flaschen Gemeindewein. «Ein Indiz für gute und immer besser werdende Verhältnisse zwischen Behörden und Sportclub», schrieb Klubpräsident Hans Jürg Furrer damals in seinem Bericht. Der zweite Höhenflug der Vereinsgeschichte wurde 1988 unter Präsident Hans Wagner mit der Verpflichtung von Richard Bauer eingeleitet. Der Spieler-Trainer verfügte über zehnjährige Erfahrung in der Nationalliga A. Mit dem SCZ schaffte er auf Anhieb den erneuten Aufstieg in die 2. Liga und in der Saison 89/90 in extremis den Klassenerhalt. Der impulsive ehemalige Starspieler machte auch die Boulevard-Presse auf sich aufmerksam, weil er sich mit einem Schiedsrichter angelegt hatte. Der Schweizerische Fussballverband sperrte Bauer in der Folge für zehn Spiele. Der SCZ hielt vorerst am Spieler-Trainer fest, entliess ihn aber wenige Monate später. Heute will man aufsteigen In den Neunzigerjahren ging es mit dem SCZ bergab. Nach fünf trostlosen Jahren in der 5. Liga stieg die Mannschaft 2001 in die 4. Liga auf. Diesen Frühling haben die ehemaligen A-Junioren-Trainer Alain Merkli und Nicolas Fürer das junge Team übernommen. Das Durchschnittsalter liegt bei 22 Jahren. Zur Winterpause liegt der SC so gut im Aufstiegsrennen wie selten im vergangenen Jahrzehnt. Zwanzig Jahre nach Richi Bauer will man einen weiteren Höhenflug des Klubs erleben. Morgen Samstag Jubiläumsanlass im Riet: 10.30–12 und 13– 14.30 Uhr Training mit Andy Egli, Heinz Hermann, U. Schönenberger und F. Stahel. 15 Uhr: SCZ-Legenden vs. SCZ 1. Eine Chronik des Sportclubs Zollikon erscheint in Kürze. Sie kann zum Preis von 30 Franken zzgl. Porto bestellt werden bei dennis.buehler@bluewin.ch.

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