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Illnau-Effretikon soll Solaranlagen fördern

Mit 350 000 Franken will der Stadtrat Anlagen zur Gewinnung vom Elektrizität aus Sonnenlicht fördern.

Von Andreas Frei Illnau-Effretikon – «Es ist an der Zeit, dass man die Augen vor erneuerbarer Energiegewinnung nicht mehr verschliesst», schrieb SVP-Gemeinderat Martin Gertsch Mitte Dezember letzten Jahres in einem Postulat. Der Stadtrat schliesst sich dieser Meinung an und verabschiedete am 1. Juli ein Förderreglement für Fotovoltaikanlagen, über welches am Ende das Parlament abstimmen muss. Schon vor Gertsch hatten sich Jürg Gassmann (SP) und Hans Zimmermann (Grüne) Gedanken über die Förderung von Solaranlagen zur Elektrizitätsgewinnung gemacht. Sie reichten Mitte August 2009 eine entsprechende Motion ein. Ihr Ziel war ein auf 15 Jahre befristeter Vertrag mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). Die Illnau-Effretiker Solarstromproduzenten sollten demnach ihren Strom der EKZ verkaufen können. Die Stadt hätte sich ihrerseits verpflichtet, diesen Strom der EKZ gleich wieder abzukaufen und ihn für eigene Zwecke zu brauchen. Über die ganze Laufzeit des Vertrages würden für die Stadt Kosten von 750 000 Franken entstehen. Ein anderes Vorgehen hatte Gertsch angeregt: Ihm schwebte ein Förderprogramm mit einem Rahmenkredit von 350 000 Franken vor. Wie der Stadtrat in seiner gestern veröffentlichten Weisung zum Förderreglement mitteilt, gibt er Gertschs Idee den Vorzug. «Der Stadtrat ist zum Schluss gekommen, dass mit einem Förderprogramm zur Anschubfinanzierung von Fotovoltaikanlagen die beschränkten Finanzmittel erheblich effizienter (Faktor 4) eingesetzt und gleichzeitig Anlagen gefördert werden können, welche bei anderen Förderprogrammen leer ausgehen», schreibt die Behörde. Laut Rechnung des Stadtrates lassen sich mit dem gewählten Modell jährlich 175 000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren.

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