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Hotel Belvoir begrüsst in einem Monat die ersten Gäste

Obwohl die Bauarbeiter den Zeitplan für den Um- und Neubau nicht einhalten konnten, eröffnet das Rüschliker Hotel wie vorgesehen am 3. April.

Von Rahel Urech Rüschlikon – Der Gipser ist noch da. Der Maler auch. Ein Monat vor der Wiedereröffnung laufen die Arbeiten im Innern des Hotels Belvoir an der Säumerstrasse 37 auf Hochtouren. Noch immer. Einzig die Bowlingbahn ist seit Montag fertig. «Eigentlich wollten wir den Umbau Mitte Februar abschliessen», sagt Besitzer Heinz Meier, dem auch das Thalwiler Hotel Sedartis gehört. In diesem Fall hätten die Mitarbeiter des Viersternhotels sechs Wochen Zeit gehabt, die Abläufe beim Zimmerservice und in der Küche zu üben. Doch bereits der Winter vor einem Jahr machte dem sorgfältig ausgearbeiteten Zeitplan den Garaus: «Wegen der grossen Kälte konnten die Handwerker den Sichtbeton nicht giessen», sagt Heinz Meier. Die zurzeit grosse Auslastung des Baugewerbes verzögerte die Arbeiten weiter. Am 3. April, dem geplanten Eröffnungstermin, wird das Hotel Belvoir zwar noch nicht bereit sein, Gäste in grosser Zahl zu beherbergen. Der Tag der offenen Tür jedoch finde statt, sagt Meier. «Die Bevölkerung kann einen Augenschein nehmen, wir machen Führungen, servieren Häppchen, und eine Musikgruppe wird spielen.» Testlauf wird etwas kürzer In der Woche danach bewirtet das neue Team im Belvoir diejenigen Gäste, die bereits gebucht haben, und betreut diejenigen Anlässe, die bereits festgesetzt sind. Parallel dazu, sagt Meier, führten die Handwerker kleinere Reparaturen durch. Nicht zuletzt probt das Personal die Abläufe – in verkürzter Form. Zimmer zu buchen, ist im Hotel Belvoir erst ab 11. April möglich. Für Heinz Meier geht mit dem insgesamt knapp zweijährigen Umbau eine intensive Zeit zu Ende: «Ich bin momentan sicher jeden Tag zwei Stunden auf der Baustelle.» Sein Engagement beschränkte sich nicht aufs Zusehen und Beraten; zusammen mit einer Grafikerin entwarf er beispielsweise die Bilder für das Hotel. Eine Grafik und ein Text in jedem Zimmer erläutern wissenschaftliche Themen wie die allgemeine Relativitätstheorie, die Evolution oder die Kontinentalverschiebung. «Alles Themen, die mich selber interessieren», sagt der ausgebildete Physiker. Die Seminarräume wiederum schmücken Porträts von Grössen wie beispielsweise der britische Seefahrer James Cook oder Marie Curie, Physikerin und Nobelpreisträgerin aus Frankreich. Die Texte zu den Bildern wird Meier selbst verfassen. Nicht ganz einfach, räumt er ein, schliesslich sollen die Themen jedem verständlich sein. Dem Ende seines 28-Millionen-Projekts sieht Meier mit zwiespältigen Gefühlen entgegen: «Es geht mir wie immer vor einem grossen Ziel – eine gewisse Leere beginnt sich breitzumachen.» Man darf gespannt sein, wie er diese füllen wird. Die Bauabschrankung zeigt, dass das neue Gasthaus hoch über dem See noch nicht ganz fertig erstellt ist.Foto: Silvia Luckner

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