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Hochhäuser provozieren

Der revidierte Richtplan hat in Wetzikon ein grosses Echo ausgelöst. Hochhäuser und die Bushaltestellen in Robenhausen führen zu Diskussionen.

Von Michael von Ledebur Wetzikon – Auf dem Schreibtisch des Wetziker Stadtplaners Patrick Neuhaus wächst der Papierberg seit einigen Wochen ungebremst in die Höhe. Der Grund sind Hunderte von Einwendungen gegen den Entwurf des revidierten kommunalen Richtplans. Dieser war von Mitte Oktober bis 6. Januar aufgelegen. Von den Zuschriften betreffen laut Neuhaus mehrere dieselben Themen; insgesamt hat er 160 thematische Punkte gezählt. Neuhaus wird die Einwendungen in den kommenden Wochen mit einem externen Planungsbüro abarbeiten. Das unerwartet grosse Arbeitsvolumen stört Neuhaus nicht: «Ich bin froh über dieses deutliche Echo, es zeugt von einem grossen Interesse an der Entwicklung Wetzikons.» Die Einwendungen würden mithelfen, ein besseres Resultat zu erreichen. Vor allem zwei Themen haben Einwendungen provoziert: die Hochhauszonen in Kempten, im Zentrum und in Unterwetzikon sowie die Busverbindung nach Robenhausen. Dort sollen zwei Haltestellen gestrichen werden. Neben der Bevölkerung und den politischen Parteien haben auch Nachbargemeinden sowie der Zweckverband Region Zürcher Oberland Einwendungen eingereicht. Die Stellungnahme des Kantons steht noch aus. Drei Arten von Einwendungen Neuhaus unterteilt die Einwendungen in drei Kategorien: Einwendungen, die auf Unwissen, respektive Missverständnissen beruhen. Fälle, bei denen das Anliegen zwar berechtigt, aber ein übergeordneter Auftrag gegeben ist. Ein Beispiel sei ein Anwohner, der sich gegen einen Fussweg wehre, was aus Sicht des Privaten legitim sei. «Dem steht aber der Auftrag entgegen, den Langsamverkehr zu fördern», sagt Neuhaus. Einwendungen aufgrund unterschiedlicher politischer Interessen. «In diesen Fällen muss der Gemeinderat und letztlich die Gemeindeversammlung entscheiden», sagt der Stadtplaner. Der Entscheid, welche Einwendungen Aufnahme finden, liegt bei der Arbeitsgruppe Richtplanung, die den Entwurf für den Gemeinderat ausarbeitet. Endgültig entschieden wird an der Gemeindeversammlung: Dort können für einzelne Teile des Richtplans Änderungsanträge gestellt werden. Sämtliche umstrittenen Punkte müssen einzeln abgesegnet werden.

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