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Hittnau und seine Neat

Endlich ist sie da: Nach jahrelangem Hin und Her weihten die Hittnauer am Wochenende ihre neue Mehrzweckhalle ein.

Von Melanie Pfändler Hittnau – Eine so hohe Dichte an strahlenden Gesichtern sieht man sonst nur an Miss-Wahlen oder unter dem Weihnachtsbaum: Die Freude über ihre neue Mehrzweckhalle war den Hittnauern am Samstagabend auf den ersten Blick anzusehen. «Mindestens ein Viertel der Bevölkerung ist heute Abend hier versammelt», verkündete Schulpflegepräsident Matthias Recher (parteilos). «Das ist wirklich ein bewegender Moment.» Auch Daniel Gautschi, Präsident der Kirchenpflege, zeigte sich in seiner Rede gerührt und scheute sich nicht vor Superlativen: Für Hittnau sei dieses Projekt vergleichbar mit der Neat. Wie der Phoenix aus der Asche Dass eine Doppelturnhalle zu solchen Euphorieschüben führt, kann nur nachvollziehen, wer ihre langwierige Entstehung mitverfolgt hat: Schon in den 90er-Jahren wurde ein entsprechendes Projekt diskutiert, aber immer wieder fallen gelassen: Es fehlte an Geld. 2004 wurde eine Initiative, die einen Projektierungskredit für die Mehrzweck-Doppelturnhalle forderte, von der Gemeindeversammlung abgelehnt. Erst vier Jahre später vermochte die Schulgemeinde die Stimmbürger von der Dringlichkeit der Erweiterung zu überzeugen. Und die Bevölkerung dankt es ihr: Am späteren Samstagabend war die Halle rappelvoll. «Wir haben so lange für diese Halle gekämpft. Toll, dass es nach dem ganzen Hickhack endlich geklappt hat», freute sich der gebürtige Hittnauer Matthias Anderegg. Und die Hittnauer freuten sich nicht minder über seine Anwesenheit: Gemeinsam mit seiner Truppe «Anundpfirsich» und dem Team «Winterthur TS» gab Anderegg am späteren Abend eine Theatersport-Show zum Besten. Davor gab es Spätzli und Schweinefilet, einen Showblock des Turnvereins und des Schulchors und das eigens für den Anlass komponierte Stück «Phoenix» der Musikschule Zürcher Oberland. Der Freitag und der Sonntag waren ebenfalls ganz der Hermetsbüel-Halle gewidmet. Auch beim Jungvolk kam die neue Dorfattraktion gut an: «Wir sind gespannt auf unser erstes Unihockeytraining», meinten die 16-jährigen Sascha Fasanella und Dennis Maurer und inspizierten den Bodenbelag. «Der ist etwas zu grell geraten. Hoffentlich lenkt das nicht ab!» Die Wände könnten allerdings etwas mehr Farbe vertragen: «Schade, dass rundherum alles so stier und grau ist», ergänzte ihr Kollege Robin Rüegg. «Ich fände es super, wenn professionelle Sprayer eine Wand mit Graffiti verzieren würden.» Insgesamt also ein positives Urteil – ausser dass gemunkelt wurde, die Halle sei schon jetzt so beliebt, dass sich nicht alle Vereine und Sportmannschaften ihren Platz darin ergattern konnten. Die lange Nacht der Turnhallen: Die Hittnauer feierten die neue Mehrzweckhalle Hermetsbüel mit Musik, Theater und Schweinefilets. Foto: Christoph Kaminski

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