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Historischer Abstecher

Eine kunstvoll geschmiedete Ritterfigur weist auf den neuen Zweisimmer Burgenweg hin. Eine

Zur Eröffnung des Burgenweges in Zweisimmen versammelten sich am Samstag zwei Hundertschaften an Rittern, Junkern, Gehülfen und Edelleuten mit Archäologen, Behörden und Touristikern aus der Talschaft. Jean-Pierre Beuret, Präsident der Stiftung Burg Mannenberg, gab der Freude Ausdruck: «Der Burgenweg ist in dieser Form erstmalig in der Schweiz und auch ein touristisches Unikat. Die drei wichtigen Elemente Naturerlebnis, Bildung und die Bewegung werden miteinander verbunden.» Mit einem stilechten Fest im ebenso historischen Zweisimmer Kirchenbezirk wurde das Wegstück eingeweiht. Zur angebotenen Tranksame und für den Wegverzehr zog Thomas Bitterli vom Burgenverein Schweiz das Geschehen mit der Zwölfknotenschnur als einstiges Grundmass in seinen Bann. Beeindruckend war ausserdem auch der spektakuläre Schwert(schau)-kampf der beiden Thuner Landsknechte Daniel Ott und Heinz Fahrni. Ins Mittelalter versetzt Bereits am Freitag eskortierten Landsknechte vom Verein «Mittelalter!Thun» das Pferdefuhrwerk mit dem geschmiedeten Ritter auf dem Talweg in die Zweisimmer Herrschaft. Auch Meisterschmied Niklaus Maurer zu Ballenberg begleitete seine kunstvoll geschmiedete Ritterfigur. Die Gruppe Burgenweg mit Hans Burkhalter, Marc von Felten, Mathias Trachsel und Johannes Matti erreichte mit der Eröffnung ein erstes Ziel. Wissenschaftlich wurde das Projekt durch Archäologe Daniel Gutscher begleitet, dem Leiter der Mittelalterabteilung beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern. Entlang des Zweisimmner Themenweges dokumentieren 18 aufschlussreiche Bildtafeln Hintergrundwissen über die Bedeutung von Zweisimmen mit seinen vier Burgen und Schlössern als begehrter Marktflecken im Mittelalter. Verständlich und erlebbar mit anschaulichen Zeichnungen von Werner Suter erklären die gesponserten Tafeln Land und Leute, wie das Leben zur damaligen Zeit von sich ging – und dies ohne langweilige Aufzählungen von historischen Fakten und Zahlen. Weitere Baupläne In festlicher Junkertracht gekleidet, erklärte Archäologe Daniel Gutscher: «Der Mannenberg reiht sich in eine lange Reihe von Burgruinen, die der Archäologische Dienst in den letzten zwei Jahrzehnten im Oberland fachgerecht saniert hat.» Bereits sind Turm und Südmauern von Zweisimmen her talauswärts gut sichtbar. Trotz einigen Überraschungen wird dieses Jahr die Nordwestecke und die Binnenmauern zeitgerecht fertig. Stiftungspräsident Beuret: «Die Realisierung der interessanten Eingangs- und Torbereiche ist für 2010 vorgesehen. Es braucht noch einen Effort in jeder Hinsicht, um den Bauplan wie den Finanzplan auch weiterhin einzuhalten.» Zur Einweihung ist ein Mittelalterfest im Jahre 2011 geplant. Fritz Leuzinger>

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