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Heimatschutz opponiert gegen Kirchenrestaurierung

Der Zürcher Heimatschutz will die Restaurierung der reformierten Kirche Horgen nicht akzeptieren und kündet einen Rekurs an.

Von Lukas Nussbaumer Horgen – Wenn die Reformierten am 26. September an der Urne Ja sagen zur 3,5 Millionen Franken teuren Restaurierung ihrer 1782 erbauten Kirche, wird die Freude der Befürworter nur von kurzer Dauer sein: Der Zürcher Heimatschutz wird bei der Baurekurskommission einen Rekurs deponieren, wie der Horgner Hans Schäppi, Ortsvertreter des Zürcher Heimatschutzes, sagt. Die Heimatschützer können nämlich «nicht verstehen, warum die Kirchenpflege kein Gutachten der kantonalen oder eidgenössischen Denkmalpflegekommission eingeholt hat», heisst es in einem Brief des Heimatschutzes an die Kirchenpflege. Hauptkritikpunkt ist die geplante Änderung der Bestuhlung. Dieser Eingriff würde die harmonische, zentralsymmetrische Anordnung der jetzigen Bestuhlung stark beeinträchtigen, argumentieren die Heimatschützer. 100 Plätze gingen verloren Ein ähnlicher Eingriff sei 1976 von Experten der kantonalen und eidgenössischen Denkmalpflege abgelehnt worden, sagt Hans Schäppi. Mit der geplanten Veränderung im Innenraum der über 1000 Personen Platz bietenden und unter eidgenössischem Denkmalschutz stehenden Kirche gingen rund 100 Plätze verloren, hat Schäppi ausgerechnet. «Und es werden ausgerechnet jene Bänke verschwinden, die jeweils am besten belegt sind», klagt der 84-Jährige, der für den Landesring der Unabhängigen zwischen 1968 und 1986 im Horgner Gemeinderat politisierte. «Information schwach» Doch es ist nicht nur die geplante Anpassung der Bestuhlung, die Hans Schäppi sauer aufstösst. «Wie die Kirchenpflege über die Restaurierung informiert, ist schwach», urteilt das Ehrenmitglied des Zürcher Heimatschutzes. Eine Prognose für die Abstimmung sei deshalb schwierig. Ihm werde jeweils gesagt, er sei der einzige Gegner des Projekts, sagt Schäppi. Und er lacht, wohl wissend, dass er nicht der Einzige ist, der am 26. September ein Nein in die Urne legen wird. Regula Villiger, Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Horgen, wollte bis gestern keine Stellung nehmen zu den Vorwürfen vonseiten des Heimatschutzes. Am 1. September findet um 20 Uhrim kleinen Saal des Kirchgemeindehauses ein Informationsabend über die Restaurierung der Kirche und den Ersatzbaudes WC-Gebäudes statt.

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