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Hausbesetzer feiern Party

Die Besetzer des Hauses an der Dornacherstrasse forderten von der Stadt genauere Angaben zum angebotenen Gespräch und feiern am Wochenende eine Party. Die Stadt verhandelt bis zur Räumung nicht.

Die Hausbesetzer an der Dornacherstrasse sind am Donnerstagabend mit einem Brief an Stadtpräsident Kurt Fluri und Stadtschreiber Hansjörg Boll gelangt. Sie reagierten auf das Gesprächsangebot, welches die Stadt den Besetzern am Mittwoch im Zusammenhang mit dem einwöchigen Ultimatum zur friedlichen Räumung des Hauses unterbreitet hatte.

Im Brief bedanken sich die Besetzer für das Gesprächsangebot und fordern konkrete Angaben bezüglich Termin, Ort und beteiligter Personen. Ausserdem wollen sie, dass dieses Gespräch in Anwesenheit der Medien stattfindet.

«Keine Verhandlungen»

Die Antwort des Stadtpräsidiums kam gestern gegen 17 Uhr. Es scheine, die Besetzer hätten etwas missverstanden, schreibt Kurt Fluri. Es werde, solange die Besetzung im Gange ist, zu keinen Verhandlungen kommen – auch nicht über Ort, Zeit und Teilnehmer. Eine Zusicherung müsse genügen. Kurt Fluri lässt sich von der Forderung der Aktivisten nicht irritieren: «Es passt zum bisherigen Stil der Besetzer», sagt er. Man müsse von vornherein klarstellen, dass man nicht nachgebe. Und das sei am Mittwoch mit dem Ultimatum geschehen. Weiter sagt Kurt Fluri, dass Medienpräsenz während des Gesprächs gar nicht in Frage komme.

Party am Wochenende

Gegenüber der «Solothurner Zeitung» haben die Hausbesetzer gesagt, sie fühlten sich «wie im Paradies» im besetzten Haus. Weil sie Strom und Wasser haben, liesse es sich gut leben.

Wie wohl ihnen in der ehemaligen Drogenanlaufstelle ist, zeigen die Besetzer auch damit, dass sie für gestern und heute dort eine grössere Party angekündigt haben. «Das macht es für sie schlussendlich nicht einfacher», sagt dazu Kurt Fluri. Die Besetzer müssten jetzt aufpassen, dass der Groll nicht wachse.

Um die Forderungen der Stadt zu erfüllen müssen die Besetzer auch an den Partys dafür sorgen, dass es zu keinen Sachbeschädigungen kommt. Zudem gilt: Wenn es zu Anzeigen wegen Nachtruhestörung kommt, ist es für die Hausbesetzer dahin mit der völligen Straffreiheit, auch bei Einhaltung der anderen Punkte des Ultimatums.

Bei der Stadtpolizei ist klar, dass sie bei Reklamationen wegen Nachtruhestörung beim besetzten Haus gleich handeln wird wie bei allen anderen Festen auch.

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