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«Hauptsache, es wird aufgerüstet»

Sicherheit Raketenangriff auf die Schweiz ist unwahrscheinlich, TA vom 31. 8. Militärstrategischer Nonsens. Ein Flugzeug mit Hochenergielaser soll – von einem Frühwarnsatelliten gesteuert – die feindliche Rakete in der Startphase abfangen. Unsinn in der vierten Potenz! Denn: Um diesen Vorgang überhaupt inszenieren zu können, müssten überall in unmittelbarer Nähe von potenziellen feindlichen Raketenabschussbasen Hochgeschwindigkeitsflugzeuge permanent in der Luft sein. Ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist mehr als erstaunlich, dass derartiger militärstrategischer Nonsens beim heutigen allgemein hohen Wissensstand um diese Dinge den Weg in die Medien findet. Für wie dumm halten die Verantwortlichen das Leserpublikum eigentlich? F. J. Ziegler, Kloten Die realen Gefahren. Luftwaffenchef Markus Gygax plädiert für eine schweizerische Beteiligung an einem europäischen Lenkwaffenabwehrsystem. In den nächsten zehn Jahren werden terroristische Organisationen über Raketen mit Reichweiten bis 3000 Kilometer verfügen, wodurch unser Land erpressbar würde, so Gygax. Offenbar schätzt er abzuwendende Gefahren falsch ein: Nicht al-Qaida oder die Taliban bedrohen und erpressen uns. Nein, zivilisierte Länder wie Deutschland oder die USA haben uns mit Erfolg unter Druck gesetzt und werden es wieder tun. Auch die EU droht uns immer nachdrücklicher mit Konsequenzen, falls wir uns nicht endlich unter die Knute von Brüssel begeben. Zusätzliches Ungemach bringt uns die weiterhin ungebremste illegale Einwanderung: Als Folge des Personenfreizügigkeitsabkommens sind wir zunehmend Zielland von Kriminaltouristen aus den neuen EU-Ländern. Auch werden wir von Asylsuchenden aus anderen Erdteilen heimgesucht. Nach dem illegalen Grenzübertritt und der Vernichtung ihrer Pässe geniessen sie von der UNO beschlossene, weitgehende Menschenrechte. Wo aber bleiben unsere Menschenrechte, wenn wir Opfer einer Straftat dieser Leute werden? Das sind die realen Gefahren, die wir aber nicht mit einem Lenkwaffenabwehrsystem abwenden können. Notwendig für unser Land wäre vielmehr eine Regierung, die ausländischen Begehrlichkeiten, Erpressungen und Einmischungen vehement Einhalt gebietet! Otto Weiersmüller, Uetikon Kriegsmaterial aus der Schweiz. Markus Gygax hat Angst, der Iran könnte die Schweiz angreifen. Vermutlich wird Europa mit den Amerikanern ein solches Raketenabwehrsystem in Europa installieren – auch ohne uns. Profitieren davon wird die Rüstungsindustrie, die solche Vorhaben pusht: Hauptsache, es wird aufgerüstet; ob dies sinnvoll ist oder nicht, interessierte die Kriegsgewinner zu keiner Zeit. Zur Erinnerung: Der fundamentalistische Iran wurde seit der Machtübernahme durch Ayatollah Khomeini von der Schweiz mit Kriegsmaterial beliefert wie auch von den USA und von europäischen Staaten. Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri lieferten die USA dem Iran seit 1979 Kriegsmaterial für 348 Millionen Dollar. Die grossen Lieferanten waren Russland mit 3,3 Milliarden Dollar und China mit 4,5 Milliarden. Das (neutrale) Österreich bediente das Khomeini-Regime mit 285 Millionen Dollar, und die Schweiz lieferte Kriegsmaterial für 49 Millionen Franken. Sowohl der Irak Saddam Husseins wie auch der Iran Khomeinis wurden auch mit Pilatus-Militärflugzeugen bedient, auch noch als beide Staaten gegeneinander Krieg führten. Diese Geschäfte waren vom Bundesrat abgesegnet, also «legal». Heinrich Frei, Zürich Gefährliches Schweizer Kreuz. Ein Raketenangriff auf die Schweiz sei unwahrscheinlich, lese ich. Da bin ich ganz anderer Meinung. Seit der Minarettabstimmung und der Libyenaffäre ist unser Land äusserst manipulierbar geworden. Und die Möglichkeit besteht, dass die Schweiz aufgrund ihres (Schweizer) Kreuzes als «Hort des Bösen» wahrgenommen wird und Ziel etwelcher extremistischer Gruppen werden könnte. Zum Bevölkerungs- und Selbstschutz wäre es daher wünschenswert, wenn wir uns aus dem Licht nehmen würden, indem wir ein neues Schweizer Wappen kreieren würden. Ralph Kocher, Wallisellen

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