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Gut gespielt und doch gestoppt

Die Schaffhauser Handballer schieden in den Achtelfinals der Königsklasse aus.

Mit einem überraschenden Fünftorevorsprung aus dem Hinspiel waren die Kadetten in einer Chartermaschine nach Montpellier geflogen. Nach harter Gegenwehr und einer 27:35-Niederlage im Rückspiel sind sie nun in den Achtelfinals aus der Champions League aus-geschieden. Zwei Drittel der Spielzeit leisteten sie erfolgreich Widerstand, dann setzte sich der Favorit durch. «Im entscheidenden Moment hat uns der Killerinstinkt gefehlt», sagte Trainer Petr Hrachovec. Im Gegensatz zum Hinspiel konnten die Südfranzosen wieder auf den zuvor verletzten Halblinken William Accambray zählen. Ihre Spielanlage veränderte sich damit nachhaltig. Starspieler Nicola Karabatic, der im Hinspiel für Accambray im linken Rückraum angegriffen hatte, rückte wieder in die Mitte. Und Linksaussen Michael Guigou, der beim 26:31 in Winterthur als Spielmacher aufgetreten war, kehrte auf seine angestammte Position zurück. In der Standardformation wirkte Montpellier jetzt wesentlich stärker.«Wir waren zwar auf diese Um-stellung vorbereitet, aber es hat dann im Spiel doch nicht geklappt», sagte Hrachovec. Accambray, die Entdeckung der WM vom Januar, entwickelte vom Anpfiff an viel Druck und warf bis zur Pause acht seiner neun Tore. Die Schaffhauser Verteidigung hatte ihn nicht im Griff. Ausserdem begann Goalie Björgvin Gustavsson, im Hinspiel einer der Matchwinner, schwach und wehrte bis zur kurzzeitigen Auswechslung in der 21. Minute nur drei Bälle ab. Zu diesem Zeitpunkt gab Kadetten seinen Vorsprung aus dem Hinspiel erstmals preis. Doch die Mannschaft von Petr Hrachovec kämpfte sich nach der Pause nochmals zurück und wäre bis zur 41. Minute (24:20) erneut für die Viertelfinals qualifiziert gewesen. Gustavsson steigerte sich und zeigte bis zum Schluss noch weitere 13 Paraden. Auch Spielmacher Peter Kukucka und Kreisläufer Iwan Ursic bestätigten ihre starken Auftritte aus dem Hinspiel. Aber erneut kam der mit zwei Meter sehr gross gewachsene, aber auch etwas schwerfällige Mait Patrail nicht auf Touren. «Der Druck aus dem linken Rückraum fehlte», sah deshalb nicht nur Hrachovec. (rn) Kein Durchkommen für Peter Kukucka von Kadetten Schaffhausen gegen Montpelliers William Accambray. Foto: EPA

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