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Güzin Kars Komödie verbreitete gute Laune unter grauen Wolken

Rund 200 Personen haben sich den Eröffnungsfilm der Eglisauer Filmtage angesehen. Sie wurden mit trockener Witterung und viel Humor belohnt.

Von Sarah Sidler Eglisau – Es sah düster aus für den Eröffnungsfilm der Eglisauer Filmtage. Alles deutete auf einen nasskalten Freitagabend. Es schien, als müsste Güzin Kars Komödie «Alles bleibt anders» im Regen gezeigt werden. Der Streifen der Schweizer Regisseurin mit türkischen Wurzeln handelt von einem minderjährigen Paar, das ein Baby erwartet. Der angehende Vater ist Türke, sie Schweizerin. Die Situation stellt nicht nur die Jugendlichen, sondern auch deren Eltern vor einige schwierige Herausforderungen. Passend zum Titel des Films zeigte sich eine Stunde vor Vorstellungsbeginn die Sonne. Sie strahlte unter der Rheinbrücke über den Fluss und verzauberte die Anwesenden. Der Organisator der Eglisauer Filmtage, Christoph Hagedorn, wurde für seinen Aktivismus belohnt: Je näher der Vorstellungsbeginn rückte, desto mehr füllten sich die 220 Plätze auf der Tribüne zwischen Rhein und Kirche. Zwar waren die Anwesenden mit Regenjacken, Hüten, Decken und Schirmen ausgerüstet, doch gut gelaunt und voller Vorfreude. Hagedorn ist zufrieden: «Zwei Drittel aller Tickets gingen bereits im Vorverkauf weg.» Neben «Alles bleibt anders» wurden am Wochenende «Die Standesbeamtin» und «Giulias Verschwinden» gezeigt. Hagedorn organisierte die Eglisauer Filmtage bereits zum vierten Mal: «Nicht, weil ich ein spezieller Filmfan bin, sondern weil ich Veranstaltungen mag.» Der 56-Jährige stellt auch die jährlich stattfindende Erzählnacht auf die Beine und zeichnet für die Eglisauer Soap verantwortlich. Kürzlich wurde die erste Folge vorgeführt, die zweite soll Anfang Oktober fertig sein. Eglisau: Eine beliebte Kulisse Bereits Hagedorns Interview vor der Vorführung mit der quirligen Macherin des Films, Güzin Kar, wies auf einen witzigen Film hin. Sie ging voller Schalk auf seine Fragen ein. Abschliessend machte Kar das Publikum darauf aufmerksam, dass einige Szenen im gezeigten Film in Eglisau gedreht wurden. In ihrem nächsten Streifen «Fliegende Fische» kommt das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden vor. «Der neue Film ist in rund einem Monat fertig. Er handelt von einer Mutter-Tochter-Geschichte», verriet sie. Während die Komödie auf der Leinwand an der Kirchenmauer ihren Lauf nahm, zeigte sich hinter den Bäumen entlang dem Rhein sogar der Mond. Doch nur kurz, sonst wäre die Stimmung auf dem Kirchenplatz zu schön gewesen, um wahr zu sein. Die Regisseurin Güzin Kar an den Eglisauer Filmtagen. Foto: David Baer

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