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Grosses Team und ein NHL-Scout

An der Team-Präsentation des Schlittschuhclubs Unterseen-Interlaken nahm ein Talentsucher der amerikanischen Profiliga teil.

Beni Knecht, Präsident des Schlittschuhclubs Unterseen-Interlaken (SCUI), begrüsste am Freitagabend die geladenen Gäste zur Präsentation des Erstligisten. Dabei definierte er auch die Saisonziele 2009. An oberster Stelle stehe «ein attraktives Hockey mit viel Kampfgeist». Die Teilnahme des SCUI am Play-off-Halbfinal erachtet Knecht als Pflicht: «Ich glaube an die Mannschaft und an dieses Ziel.» Schade finde er, dass es eine seiner grössten Aufgaben und Herausforderungen sei, die Finanzen sicherzustellen. Denn es gelte die Frage zu beantworten: «Bringä mir d’chölä härä?» Wie wird man NHL-Spieler? Thomas Roost, Talentsucher («Scout») für die amerikanische Profiliga NHL, umschrieb den steinigen Weg in diesen «Olymp» des Eishockeys. Ein Spieler müsse technische Kriterien wie Quickness und Scheibenkontrolle, physische Kriterien (insbesondere starke Beine) und geistige Kriterien wie Lernfähigkeit, Leidenschaft, Mut und Spielverständnis mitbringen. Wichtig für eine Profikarriere seien Talent, Charakter und «mehr tun als andere». Einmal pro Jahr werden die Spieler von jeweils einem Jahrgang (im Juni 2010 vom Jahrgang 1992) der 30 NHL-Mannschaften neu verteilt. Dieser Prozess verläuft folgendermassen: Die schlechtest platzierte Mannschaft (Rang 30) kann zuerst einen Spieler wählen. Anschliessend wählt die Mannschaft, die im 29.Rang lag, und so weiter, bis die Mannschaft auf dem ersten Rang an der Reihe mit Wählen ist. Dieser Ablauf wird so oft wiederholt, bis alle Spieler verteilt sind. Damit wird sichergestellt, dass auch die schlechter platzierten Mannschaften eine Chance haben, sich zu verbessern. Die Spieler fügen sich klaglos dieser fremdbestimmten Zuweisung zu einer neuen Mannschaft. Umfangreiche Statistik Interessant waren die detaillierten Beschreibungen der Spieler durch Roland Liechti. Er führt umfangreiche Statistiken und «Fichen» und weiss, wo sich seine Schäfchen in den «Social Sites» tummeln. Topskorer der letzten Saison war Swen Kohler mit 22 Toren. Als Top-Forechecker mit B-Liga-Niveau zeichnete er Bruno Trittbach aus. Die meisten Punkte, zusammengesetzt aus Skores und Assists, holte sich mit 29 Punkten Samuel Suter. Training bereits begonnen Obwohl noch Sommer herrscht, beginnt schon bald die Hockeysaison. Das erste Eistraining hatte die neue Mannschaft bereits am 10.August in Grindelwald. Am 12.September steht das erste Heimspiel auf dem Programm, und zwar gegen den EHC Zuchwil, und am Dienstag darauf das Derby gegen den EHC Adelboden. Martin Keller>

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