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Grasshoppers stehen vor einem Jahr der Ungewissheit

Die neue Meisterschaft beginnt am Sonntag für die Unihockey-Männer von GC gegen Alligator Malans mit einigen Fragezeichen (Hardau, 18 Uhr).

Unihockey. - Die letzte Saison beendeten die Grasshoppers als Sechste im tabellarischen Niemandsland der Swiss Mobilar League (SML). Dies war nach der überraschenden Qualifikation für die Playoff-Halbfinals im Vorjahr eine Ernüchterung. Deshalb wollen die Zürcher nun in dieser Saison wieder in die vordere Tabellenhälfte stürmen. Sportchef Daniel Bareiss hat den fünften Platz als Ziel gesetzt.

Das Kader wurde vor allem durch Zuzüge aus Schweden verstärkt. Dabei sticht der Transfer von Nationalstürmer Alexander Boden hervor. 48 Punkte (20 Tore/28 Assists) verbuchte er in der letzten Saison in der höchsten schwedischen Liga. «Es ist eine neue Herausforderung und natürlich auch ein Abenteuer», sagt Boden, der in Dalen mit dem Schweizer Nationalspieler Matthias Hofbauer und dem Norweger Ketil Kronberg eine brandgefährliche Sturmlinie bildete.

Der Kontakt zu den Grasshoppers respektive umgekehrt passierte über Assistenzcoach Anders Jonsson, der vor seinen Engagements bei GC und bei Pixbo auch Trainer in Dalen war. Der spektakuläre Stürmer soll auch die Probleme verkleinern, die GC in der vergangenen Saison in der Offensive und vor dem Tor hatte. Mit 71 Toren in der Qualifikation waren die Zürcher neben Waldkirch und Absteiger Uster das harmloseste Team. Mit Boden stiess aus Umeå auch Verteidiger Patrik Lundström zu den Zürchern. Er soll den Schweizer Nationalspieler Lulzim Kamaj ersetzen, der nach Chur zurückgekehrt ist.

Der dritte Schwede im Kader ist Karl Nilsson und für GC ein Glücksgriff. Der 24-jährige Wirtschaftsstudent entschloss sich für ein Austauschjahr in der Limmatstadt und meldete sich deswegen bei seinem alten Trainer Jonsson. Seine Qualitäten sprachen ebenso für eine Verpflichtung wie die dünn besetzte Abwehr.

Nur vier gesunde Verteidiger

Denn zum Saisonstart am Sonntag in der eigenen Hardau-Halle gegen Alligator Malans (18 Uhr) stehen gerade einmal vier gesunde Verteidiger zur Verfügung. Zuletzt verletzten sich auch Luca Maffioletti und David Kölliker im Testspiel am vergangenen Sonntag gegen den Ligakonkurrenten aus St. Gallen (3:4). Dazu fällt auch Stürmer Andreas Gahlert nach einer Hüftoperation bis mindestens im Februar aus.

Die schärfste Konkurrenz der Zürcher kommt auch in der neuen Saison aus dem Kanton Bern. Der Vorjahresmeister Wiler-Ersigen hat sein ohnehin schon stark besetztes Kader mit den Rückkehrern Matthias und Christoph Hofbauer sowie Michael Flury zusätzlich veredelt. Kein anderes Team wird es sich leisten können, in gewissen Partien Nationalspieler auf der Bank zu lassen.

Hinter dem Serienmeister werden Cupsieger Tigers Langnau das breite Mittelfeld, dem auch der erste GC-Gegner Malans, der sich mit Weltmeister-Trainer Petteri Nykky verstärkte, sowie Chur mit dem früheren GC-Trainer Peter Düggeli angehören. Zumindest um die Playoff-Qualifikation dürften sich die Grasshoppers in dieser Saison keine Sorgen machen. Acht Teams, und nicht mehr nur vier, shaffen den Einzug. Und Waldkirch sowie Aufsteiger Lok Reinach werden nur Aussenseiter eingeräumt. Dass man gegen solche Gegner auch stolpern kann, erlebte GC indes am letzten Sonntag. (son)

Die Grasshoppers, hier (v. l.) Assistenzcoach Anton Jonsson, Trainer Patrick Berwert, Nico Scalvinoni, Roland Zimmermann, Philipp Geiger und Luca Maffioletti, wollen in der neuen Saison unter die besten fünf Teams des Landes.

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