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GPS-Anflug auf Zürich

Der Flughafen erhält eine satellitengestützte Anflugroute auf die Piste 14 – ein Novum in der Schweiz.

Von Liliane Minor Kloten/Bern – Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat ein neues Anflugverfahren bewilligt: Künftig kann die Piste?14 von Norden her auch mithilfe von satellitengestützter Navigation angeflogen werden. Die Anwohner werden davon nichts merken, sie werden weder profitieren noch darunter leiden: Der Anflugweg unterscheidet sich in nichts vom bisherigen. Die GPS-ausgerüsteten Flugzeuge – vor allem Swiss-Maschinen – werden sich genau gleich wie alle anderen in der direkten Verlängerung der Piste 14 einreihen. Wer mit GPS und wer wie bisher mit dem Instrumenten-Landesystem ILS fliegt, ist von aussen nicht erkennbar. Die Bewilligung für den GPS-Anflug nährt die Hoffnungen der Fluglärmbetroffenen im Süden auf eine baldige Einführung des gekröpften Nord-anflugs. Bazl-Sprecher Daniel Göring dämpft die Erwartungen aber: «Das ist erst ein erster Schritt hin zu alternativen Anflugrouten.» Bis es so weit ist, dürfte es noch Jahre dauern, mutmasst Flughafensprecher Marc Rauch. Voraussetzung wäre, dass alle Flugzeuge, die Zürich anfliegen, mit GPS ausgerüstet und alle Piloten entsprechend geschult sind. Der gekröpfte Nordanflug wäre ein reiner GPS-Anflug. Zudem müsste ein solches Anflugverfahren international zertifiziert sein. Für den Flughafen ist der gekröpfte Nordanflug nicht die Hauptmotivation für die Einführung eines satellitengestützten Anflugs. «Wir wollen vielmehr bei der technischen Entwicklung vorne dabei sein und Daten sammeln», so Rauch. «Das ist der Nutzen für uns.»

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