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Glättli soll ins Stöckli

Die Grünen der Stadt Zürich nominieren Balthasar Glättli für den Ständerat.

Von Peter Aeschlimann Zürich – Die Ausgangslage vor der gestrigen Nominationsversammlung der städtischen Grünen war delikat. Gleich drei Kandidaten aus Zürich wollten für den Ständerat kandidieren. Co-Präsident Christoph Hug sagte: «Hoffentlich sind wir am Ende des Tages alle noch per du.» Doch dann nahm sich Katharina Prelicz-Huber selbst aus dem Rennen mit der Begründung: «Mich hats gepackt im Nationalrat!» – und der Abend wurde ein friedlicher. Den Mitgliedern blieb die Wahl zwischen Balthasar Glättli und Markus Kunz. Er allein verkörpere die «winzige Hoffnung, dass der Sitz wider Erwarten doch gewonnen werden kann», sagte Kunz. Seine Trümpfe: nicht schubladisierbar, da weitgehend unbekannt. Und, so Kunz, er verfüge über die Mittel, den teuren Wahlkampf zu finanzieren. Stadträtin Ruth Genner nannte Kunz einen «Politfuchs mit rhetorischem Talent». Glättli pries sich als «Rampensau», die sich nicht zu schade sei, Samstag für Samstag am Parteistand grüne Werte unters Volk zu bringen. Stadtrat Daniel Leupi nannte Glättli einen «Vollblut-Wahlkämpfer und tollen Motivator». Mit 39 zu 22 Stimmen wählten die Grünen Balthasar Glättli. Man applaudierte freundlich, umarmte sich und schwor sich gegenseitig auf den bevorstehenden Wahlkampf ein. Am 19. April entscheidet die Kantonalpartei, mit wem sie ins Rennen um einen Ständeratssitz steigen wird. Glättli tritt dann gegen seine ehemalige Kollegin im Co-Präsidium der Partei an, Marlies Bänziger aus Winterthur.

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