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Geren-Siedlung darf gebaut werden

Stäfner Gemeindevertreter und die Bauherren der Gewo haben den Baurechtsvertrag besiegelt, trotz einer hängigen Beschwerde.

Stäfa. - Im Sitzungszimmer des Stäfner Notariats sassen sie sich gegenüber: Gemeindepräsident Karl Rahm (FDP) und der Stäfner Gemeindeschreiber Daniel Scheidegger auf der einen, Brigitte Obrist, Präsidentin der Genossenschaft Gewo Züri-Ost, sowie deren Geschäftsführer Jean-Pierre Kuster auf der anderen Seite. Mit ihren Unterschriften besiegelten die vier den im Juli 2007 ausgehandelten Baurechtsvertrag zwischen der Gemeinde Stäfa und der Gewo, Bauherrin der geplanten Alterssiedlung im Stäfner Geren.

Der Stäfner Gemeinderat habe bereits vor zwei Wochen verbindlich festgestellt, dass alle Vertragsbedingungen erfüllt seien, sagte Karl Rahm. «Damit waren die Voraussetzungen für einen Eintrag des Baurechts im Grundbuch erfüllt.» Das Projekt Geren - der Bau von 21 subventionierten Alterswohnungen und 6 Familienwohnungen - werde hiermit aus der Hand gegeben. «Jetzt können wir keinen Rückzieher mehr machen», sagt Rahm.

Beim Bundesgericht ist nach wie vor die Beschwerde eines Nachbars hängig. Der Grundbucheintrag war trotzdem möglich, weil dem Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen worden war. Kuster ist mehr als zuversichtlich: «Die Wahrscheinlichkeit eines Lotto-Sechsers ist grösser als die Chance, dass das Rekursbegehren beim Bundesrichter Gehör findet.»

Im Februar fahren die Bagger auf

Im Februar soll mit dem Bau begonnen werden. Dies in Absprache mit der Linsi-Stiftung, deren Bauprojekt auf dem benachbarten Grundstück den Bau von 17 nicht subventionierten Alterswohnungen vorsieht. Ein Baurechtsvertrag zwischen der Linsi-Stiftung und den beiden Eignern des Grundstücks, den Brüdern Max und Walter Moser, war bereits im Juli notariell beglaubigt worden. Auch Walter Linsi will im Frühling mit dem Bau beginnen, ist aber vorsichtiger, was die Beschwerde angeht. «Wir warten den Entscheid des Bundesgerichts ab, gehen aber davon aus, dass, wenn im Frühling die Bagger auffahren, die Sache erledigt ist.» Jedenfalls sei man ständig in Kontakt mit der Gewo, und die beiden Bauvorhaben würden koordiniert, sagt Walter Linsi.

Das mache Sinn, ergänzt Jean-Pierre Kuster von der Gewo. Schliesslich baue man eine gemeinsame Parkgarage, arbeite mit demselben Architekten zusammen und habe den gleichen Anwalt.

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