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Gemeinde Stäfa beerdigt Projekt für Skateranlage

Weil die Behörden auch nach mehreren Anläufen keinen geeigneten Standort gefunden haben, geben sie die Suche jetzt auf.

Von Jacqueline Surer Stäfa – Das Projekt einer zentral gelegenen Skateranlage ist in Stäfa vom Tisch. Das hat der Gemeinderat bekannt gegeben. Während potenzielle Nachbarn aufatmen dürften, weil sie sich nicht mehr vor Lärm fürchten müssen, ist die Nachricht für die Jugendlichen eine herbe Enttäuschung. Seit mehr als 20 Jahren haben sich junge Skater wiederholt für eine solche Anlage stark gemacht. Sie haben Petitionen und Initiativen lanciert – alles ohne Erfolg. Der zuständige Gemeinderat Klaus Geser (parteilos) bedauert den negativen Entscheid. «Ein Skaterpark wäre eine gute Sache gewesen», sagt er. «Nicht nur für die Jugendlichen.» Die Frage nach dem Standort habe sich jedoch als unlösbare Knacknuss herausgestellt. Daran sei das Projekt letztlich gescheitert. Im Zentrum hätte sie sein sollen Dieses Fazit hat eine Arbeitsgruppe gezogen, die 2010 von der Interkonferenz Jugendfragen Stäfa beauftragt wurde, einen geeigneten Ort für einen Skaterpark zu finden. Die Interkonferenz ist ein gemeinsames Gefäss der politischen Gemeinde, Schulgemeinde und der beiden Kirchgemeinden. Geleitet wird sie von Geser. Es sei klar gewesen, dass nur ein zentraler, gut erreichbarer Standort für die Anlage infrage komme, sagt dieser. Die Arbeitsgruppe habe zahlreiche Plätze evaluiert, ohne eine befriedigende Lösung zu finden. Zum gleichen Schluss war die Gemeinde bereits vor drei Jahren gekommen. Damals hatten Schüler eine Petition mit über 100 Unterschriften eingereicht, mit der sie den Bau einer Skateranlage verlangten. Daraufhin prüften die Verantwortlichen der Gemeinde 13 verschiedene Plätze. Sie favorisierten schliesslich zwei, die der Schulpflege gehörten: einen beim Schulhaus Kirchbühl Nord und einen auf dem Areal der Schulanlage Obstgarten. Die Schulpflege winkte jedoch in beiden Fällen ab. Der Platz beim Kirchbühl liege für eine Skateranlage zu nahe beim Friedhof, argumentierte sie. Zudem müsse der Platz als Landreserve für die Schule behalten werden. Was den Standort auf dem Obstgartenareal angeht, rechnete die Schulpflege mit massivem Widerstand vonseiten der Anwohner. Diese hatten einige Jahre zuvor bereits den Bau des Gemeindesaals mit Rekursen blockiert. Ein Fünkchen Hoffnung bleibt Da in den letzten Jahren sich weder die Haltung der Schule verändert hat noch neue Vorschläge aufgetaucht sind, will der Gemeinderat jetzt einen Schlussstrich unter das Projekt ziehen. Ein Fünkchen Hoffnung lässt Klaus Geser den Jugendlichen allerdings: «Falls neue Standortoptionen auftauchen sollten, werden wir das Anliegen wieder aufnehmen.»

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