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GC-Trainer Thomas Pfyl tritt zurück

Neben dem Coach verliert der Zürcher NLA-Verein einige arrivierte Spielerinnen zur neuen Saison.

Von David Schweizer Das 1:3 vom Donnerstagabend gegen Yverdon war das letzte Spiel der NLA-Saison der Grasshoppers. Und auch der letzte Auftritt von Coach Thomas Pfyl. Er hatte – genauso wie Assistent Stefan Steiner schon vor der Partie seinen Rücktritt zum Ende der Meisterschaft angekündigt. «Die Spielerinnen brauchen neue Impulse. Es waren intensive vier Jahre. Der Entscheid ist seit längerer Zeit gereift», begründete der 47-Jährige seinen Abgang. Pfyl zog damit auch die Konsequenzen aus einer mässigen Saison. Der negative Höhepunkt war am letzten Samstag das 0:10-Debakel beim FC Basel. Am Ende reichte es nur zu Platz 5. In der Finalrunde besiegte GC nur noch den Tabellenletzten Staad (4:1). Nach den im Winter weggezogenen Stürmerinnen Daniela Plüss (zu Juventus) und Patricia Hägglund (Umeå Södra/Sd) fehlte ganz offensichtlich die Durchschlagskraft. Seither spielten primär aus der Not heraus die Allrounderinnen Selina Kuster und Chantal Fimian im Angriff. Dabei erwies sich insbesondere das Ausnahmetalent als treffsicher. Innert kurzer Frist erzielte sie 14 Treffer und ist damit die zweitbeste Skorerin der gesamten Liga. Doch es stellte sich auch schnell heraus: Ohne die 17-Jährige schiesst GC fast keine Tore. Der Cupsieg als grösster Erfolg Fimian hatte sich Anfang April bereits wiederholt im Kreis des Juniorinnen-Nationalteams verletzt. Dieses Mal am Knie. Seither kam sie nicht mehr zum Einsatz. Die Konsequenz: Die Zürcherinnen erzielten in sieben Spielen nur noch sechs Tore. Vier davon bei ihrem einzigen Sieg. Ihr Comeback wird die Solothurnerin nun am Montag an der EM-Endrunde der U-19-Juniorinnen in Italien geben (siehe Text links). «Das war so abgesprochen», vermerkt der scheidende GC-Trainer Pfyl. Pfyl war im Sommer 2007 zum damals noch FFC United Schwerzenbach heissenden Verein gestossen. Zuvor hatte er sich als Verantwortlicher der Mädchen-Auswahlen im Fussballverband der Region Zürich einen Namen gemacht. Sein grösster Erfolg bei GC war in der ersten Saison der Gewinn des Schweizer Cups. Bezüglich der Zukunft gibt sich der Otelfinger bedeckt. «Eine Pause oder ein neues Team. Beides ist möglich. Zunächst gehe ich aber in die Ferien», sagt er. Partzsch, Beutler und Pittet weg Auf René Rusterholz wartet nun viel Arbeit. Bis Mitte Juni will der Sportchef einen Nachfolger präsentieren. Doch er hat noch weitere Baustellen. So verlassen Nicole Lüchinger, Janine Partzsch (beide Rücktritt), Nationalspielerin Vanessa Pittet (YB) und Barbara Beutler (FCZ) den Verein. Nicht mehr dabei ist ausserdem schon seit einigen Wochen aus disziplinarischen Gründen die Torfrau Gaëlle Thalmann. Wohin sie wechselt, ist noch unklar. «Die Fronten sind zurzeit verhärtet», so Rusterholz. Doch obwohl noch keine Zuzüge bekannt sind, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen. «Ich bin schon einige Jahre im Geschäft», sagt der vormalige Sportchef der FCZ Frauen. Für ihn ist klar: «Wir brauchen in jeder Reihe eine Verstärkung. Im Sturm sogar zwei.» Ende einer Ära: Thomas Pfyl hat die GC- Frauen verlassen. Foto: Christoph Kaminski

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