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Fröhlich, bunt und rockig

Nach zwei Jahren des Umbaus ist die Postfinance-Arena mit einem Volksfest eingeweiht worden. Das neue Berner Eishockey-

Knapp drei Wochen vor dem Start in die neue Eishockeymeisterschaft ist die umgebaute Postfinance-Arena feierlich eingeweiht worden. Im Frühling war die Heimstätte des SC Bern zwar schon Hauptstadion der Eishockey-WM und präsentierte sich rund 200000 Menschen aus aller Welt, doch waren zu dieser Zeit noch Bauarbeiten im Gang. Daher wurde mit der offiziellen Einweihung der für rund 100 Millionen Franken umgebauten Arena bis Samstag gewartet. Dafür bekamen die zahlreichen Besucher unter dem Motto «D’Arena rockt» zwei grosse Feste geboten – eines innerhalb und eines ausserhalb des Stadions. In der Arena kam es zum Hauptstadtduell zwischen dem SC Bern und den Eisbären Berlin (2:4). Dank Gratistickets sahen gegen 17000 Zuschauer die Niederlage des Heimteams. Gölä in Form Auf dem Vorplatz zeigten Plüsch-Sänger Ritschi, die schwedischen Rocker von Europe und Lokalmatador Gölä ihr musikalisches Können. Besonders Letzterer überzeugte die rund 12 000 Zuhörer mit einem energiegeladenen Auftritt, Gölä-typischen Sprüchen und guter Musik. Aber nicht nur Göläs Heimspiel vor Berner Publikum, sondern der ganze Einweihungsanlass erfreute die Besucher. Es war ein stimmungsvolles Fest für Jung und Alt, für Eishockeyfans und Musikliebhaber. Die neue ist die alte Arena Nebst dem Vorbereitungsspiel des SCB vor fast vollen Rängen sowie den Konzerten war aber die Postfinance-Arena selbst die Hauptattraktion des Tages. Leute aus der ganzen Schweiz reisten nach Bern, um den neuen Eishockeytempel zu betrachten und durch Führungen einen Einblick ins Innere der Halle zu gewinnen. Wie Stadtpräsident Alexander Tschäppät, der sich freute, «dass die neue Arena die alte ist», behagte es vielen, dass die weltweit einmalige Stehrampe zu einem grossen Teil hatte erhalten werden können. Die meisten waren sowohl vom inneren als auch vom äusseren Erscheinungsbild der neuen Arena angetan. Begeistert war der 13-jährige Yannick Wylenmann aus Biel: «Das Stadion gefällt mir vor allem von aussen viel besser als früher, und auch der neue Vorplatz ist sehr schön.» Ein langjähriger Matchbesucher aus dem Aargau meinte zufrieden: «Endlich hat der SCB ein schönes, komfortables und sicheres Stadion.» Auch kritische Stimmen Ein wenig anders sah es Cyril Stirnimann aus Zürich: «Das Stadion ist zwar zweckmässig, jedoch vor allem im Vergleich mit nordamerikanischen, skandinavischen und deutschen Arenen nicht zeitgemäss. Dennoch ist es das beste Eishockeystadion der Schweiz.» Ein – nicht mehr ganz nüchterner – Fan der Eisbären Berlin konnte der Postfinance-Arena hingegen gar nichts Positives abgewinnen: «Dieses Stadion ist noch immer veraltet und gibt überhaupt nichts her. Ich habe noch selten eine derart lustlos gestaltete und kalt erscheinende Halle gesehen.» Im krassen Kontrast zur Ansicht des bierseligen Berliners steht die Meinung von Sonja Schneider, die in erster Linie wegen Europe anreiste: «Das Stadion wirkt modern, fast schon futuristisch. Das gefällt mir gut. Und es war zudem ein sehr schönes Fest mit guter Stimmung.» Marc Lüthis Ziele Positiv gestimmt waren nicht nur die meisten Besucher, sondern auch Marc Lüthi, der CEO des SC Bern: «Wir haben zwei Ziele für die kommende Zeit im neuen Stadion: Der Durchzug in der Halle soll minimiert werden, und wir wollen dem Publikum endlich wieder attraktive, spektakuläre Eishockeyspiele zeigen.» Weil dies im letzten Winter meistens ausgeblieben war, hatte die Unzufriedenheit bei vielen Matchbesuchern zugenommen. Können Marc Lüthi und die Mannschaft des SCB diese Vorgaben umsetzen, wird der Anlass vom Samstag nicht der letzte gewesen sein, der für Freude in und vor der neuen Postfinance-Arena sorgt. Thierry Dick Mehr zum Anlass im Sportteil. >

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