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Freizeitanlage im Aufbruch

Die Gemeinschafts- und Freizeitanlage Untermosen in Wädenswil gibt es seit über 30 Jahren. Sie ist einzigartig im Bezirk, braucht aber neue Strukturen

Von Daniela Haag Wädenswil – Wer die Gemeinschafts- und Freizeitanlage (Gefu) nutzt, liebt sie. Diese Erkenntnis ergab eine Betriebsanalyse der Hochschule Luzern vor über einem Jahr. Die Freizeitanlage, wo die Besucherinnen und Besucher mit Holz, Metall und Glas arbeiten, in der Vorweihnachtszeiten Kerzen ziehen oder Handwerkskurse belegen können, ist auch gut ausgelastet. Trotzdem hat sie ein Problem. Das heutige Organisationsmodell ist schwerfällig und führt zu Doppelspurigkeiten. «Dieses Modell hat keine Zukunft mehr», teilt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von Gemeinderat Christoph Hirzel (SP) mit. Die Freizeitanlage werde von einem Verein geführt, die Mitarbeiter seien aber von der Stadt angestellt, ergänzt Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). «Diese Mischlösung ist schwerfällig und kompliziert.» Zwei Varianten in Diskussion Der Verein und die Stadt sind deshalb im Gespräch über eine neue Organisation. Zwei Modelle stehen zur Diskussion. Die Gefu wird in die Stadtverwaltung integriert. Oder der Verein behält die Trägerschaft und beschäftigt die Angestellten. Bei dieser zweiten Variante würde die Stadt mit dem Verein eine Leistungsvereinbarung abschliessen. Es gehe nicht darum, Geld zu sparen, versichert Kutter. Die Stadt unterstützt die Freizeitanlage heute mit rund einer halben Million Franken jährlich. Sie bezahlt die Löhne und die Mieten. Welches Modell Priorität hat, kann Kutter nicht sagen. «Wir schauen jetzt, welches die bessere Variante ist.» Ein konkretes Ergebnis gebe es noch nicht, sagt auch Daniela Flüge, die Präsidentin des Vereins Gefu. Sie betont, die Gespräche verliefen sehr gut. Ziel sei, Anfang nächstes Jahr die Neuausrichtung zu bestimmen. Diese muss dann vom Gemeinderat und dem Verein Gefu noch bewilligt werden. Freizeitanlage hinterfragt sich Der Stadtrat und der Verein wollen die Strukturen der seit über 30 Jahren bestehenden Freizeitanlage anpassen. Diese Gelegenheit nutze die Stadt, um auch die inhaltliche Ausrichtung der Gefu zu erörtern, sagte Kutter. «Wir werfen nicht alles über den Haufen», hält Kutter fest. Es gehe um Fragen, die auch in der Betriebsanalyse angesprochen wurden. Beispielsweise: Ob die Freizeitanlage weitere Aufgaben übernehmen und wie sie sich im Quartier besser vernetzen und mit anderen Institutionen in Wädenswil zusammenarbeiten soll. Die Neuausrichtung der Freizeitanlage hat auch Einfluss auf die künftige Leitung. Einer der beiden langjährigen Co-Leiter wird Ende nächsten Jahres pensioniert. Die Neuausrichtung der Freizeitanlage beeinflusse die Anforderungen an seinen Nachfolger, sagte Kutter.

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