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EVP-Kantonsratspräsident steigt in den Hahnenkampf ein

Mit Garibaldi möchte Gerhard Fischer am Winkler Dorffest das Güggel-Rennen gewinnen. Erfolgreich wird er nur sein, wenn ihm sein Federvieh gehorcht.

Von Doro Baumgartner Winkel – Der EVP-Kantonsratspräsident Gerhard Fischer aus Bäretswil rechnet sich mit Garibaldi grosse Chancen aus, den Wettkampf zu gewinnen. Obwohl Garibaldi noch nie ein Rennen bestritten hat. Biobauer Fischer hingegen kennt sich mit Hahnenkämpfen bestens aus und sagt: «Es ist gleich wie in der Politik, eine gute Vorbereitung ist das A und O.» Damit Fischer sein Ziel erreicht, muss er noch intensiv mit Garibaldi trainieren. Mit Hühnerfutter wird der Güggel «gezeuckelt» und so dazu verführt, Fischer auf Schritt und Tritt zu folgen. «Er läuft mir heute schon nach», sagt der Politiker und lacht. Garibaldi ist eineinhalbjährig, und laut seinem «Trainer» bestens für Wettkämpfe geeignet. Ob er den Erwartungen entspricht, wird sich am Güggel-Rennen am Winkler Dorffest zeigen. Laut Fischer hat Garibaldi viele gute Eigenschaften. So sei er zum Beispiel überhaupt nicht scheu, aber auch nicht aggressiv. Würde Letzteres zutreffen, könnte es passieren, dass Garibaldi auf der Rennbahn plötzlich andere Hähne angreift. Fischer weiss, dass deshalb nicht jeder Hahn für einen Wettkampf geeignet ist. Ein verwirrter Güggel Erfahrung mit Güggel-Rennen hat der Kantonsratspräsident bereits gesammelt. Im letzten Wahlkampf hat die Zürcher EVP ein solches Rennen organisiert. Dass die Partei ausgerechnet Wettkämpfe mit dem Federvieh favorisiert, liegt auf der Hand: Im Logo der Partei prangt ein Hahn. Erfolgreich war Fischer damals aber nicht: «Mein Güggel war so verwirrt, dass er während des Rennens abgehauen ist», sagt Fischer. Glück war dem Hahn auch im weiteren Leben nicht beschieden: Ein Fuchs hat ihn nur wenige Wochen nach dem Rennen eines Nachts aus Fischers Stall geholt. Konkurrenz im Wettkampf bekommt Fischer unter anderem auch aus Glattfelden. Renate Gasser steigt mit ihrem Mc Güggel ins Rennen. Chancen auf eine gute Platzierung rechnet auch sie sich aus. Obwohl sie «nur» mit einem Zwerggüggel antritt: «Eigentlich ist es wie wenn David gegen Goliath kämpf», sagt die Glattfelderin. Doch der 2-jährige Mc Güggel sei sehr flink und kampflustig. Auch diesem gefiederten Tier stehen noch einige Trainingsstunden bevor. Wie Gasser sagt, funktioniere es mit dem Nachrennen noch nicht besonders gut. Da ihr Güggel Vegetarier sei, locke sie ihn mit Salatblättern über den Hof. Gasser nimmt zum ersten Mal an einem Güggel-Rennen teil. «Es wird bestimmt lustig.» Zehn Hähne stehen am Start Wie Christoph Minder von der EVP Winkel-Rüti sagt, ist es das erste Mal, dass das Güggel-Rennen am Dorffest durchgeführt wird. Am Start stehen etwa zehn Hähne. Auf einer knapp 15 Meter langen Rennbahn auf einer Wiese kann sich das Federvieh von Freitag bis Sonntag messen. Die Teilnehmer des Wettkampfes dürfen mit Futter ihren Hahn über die Rennstrecke bis ins Ziel locken. Einen Preis gibt es laut Minder nicht. «Der Spass steht im Vordergrund.» Hingegen können die Besucher auf die Güggel wetten. Minder hat sich bei der Kantonstierärztin Regula Vogel erkundigt, wie viele Hähne er über die Rennbahn laufen lassen dürfe. Sie habe ihm empfohlen, nicht mehr als 16 Tiere auf einmal ins Rennen zu schicken. Und zwar, weil die Tiere es unter Umständen nicht gewohnt sind, mit anderen zusammen zu sein und es dadurch zu Kämpfen kommen könnte. Das Dorffest findet von morgen Freitag bis Sonntag im Dorfteil Oberrüti statt. Weitere Informationen sind zu finden unter www.winkel-rueti.ch/dorffest. Bis zum Güggel-Rennen muss Hahn Garibaldi noch viel trainieren. Foto: David Baer

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