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Ein Endspurt, der sich auszahlt

Adliswil-Zürich brachte sich am Wochenende mit einem 5:3-Sieg gegen Leader Tafers-Fribourg und einem Unentschieden gegen Meister St. Gallen-Appenzell in der NLA-Meisterschaft auf Kurs.

Von Anita Schnellmann, Adliswil Spieler und Betreuer von der Badmintonvereinigung Adliswil-Zürich stehen hinter dem Feld, reissen die Arme in die Höhe, klatschen und machen dann eine Welle. Annina Spühler und Shane Razi haben im Mixed-Doppel gegen Agnia Ruhanda und Thomas Heiniger mit einem Smash auf den Körper von Ruhanda soeben den entscheidenden Punkt verbucht. Mit 21:18 rangen sie die Gegner von St. Gallen-Appenzell im dritten Satz nieder – zum 4:4-Endstand. Die Sihltaler feiern das Remis in der Sporthalle Tüfi wie einen Sieg. Erst ein verrückter Endspurt brachte ihnen gegen den Meister die zwei Punkte ein. Nachdem Cathrein Hückstädt nach gewonnenem ersten Satz und Führung im zweiten noch in drei Sätzen gegen Simone Spescha verloren hatte, lag Adliswil-Zürich 0:4 zurück. Die Begegnung war umkämpft – wie bereits im Playoff-Final vom Frühling. Damals siegte Adliswil-Zürich im Hinspiel zu Hause 5:3 und verlor einen Tag später auswärts 3:5. St. Gallen-Appenzell hatte die Sihltaler dank des besseren Satzverhältnisses (18:16) als Meister entthront. Teammanager Martin Suter erinnert sich: «Schon damals mussten wir einen grossen Rückstand aufholen.» Über den Verhältnissen gelebt Und doch gab es im Vergleich zum Playoff-Final einen Unterschied. Das Team hat sich auf die neue Saison hin verändert: Adeline Kilchenmann kehrte zu ihrem Stammklub Genf zurück; Michael Spühler wechselte zu Yverdon, Flurina Spühler riss sich die Achillessehne im linken Fuss und befindet sich erst in einem Aufbau. Die Polin Aleksandra Walaszek wird aus finanziellen Gründen nicht mehr für Spiele eingeflogen. «Wir haben in den letzten Jahren ein bisschen über unsere Verhältnisse gelebt», sagt Suter. Der Klub will nun vermehrt Junge im NLA-Team integrieren. Einer von diesen Jungen ist Peter Leonhard. Für den 20-Jährigen war es am Sonntag eine spezielle Partie: Er gab sein Debüt für Adliswil-Zürich und dies ausgerechnet gegen seine Ex-Teamkollegen. Leonhard wechselte von St. Gallen-Appenzell zu den Sihltalern, weil er im Sommer ein Physiotherapiestudium in Winterthur begonnen hatte. «Ich habe mich auf diese Partie gefreut, es macht Spass, gegen ehemalige Kameraden zu spielen», sagt er. Mit seiner Leistung ist er zufrieden, auch wenn er das Doppel mit Yohanes Hogianto gegen das Brüderpaar Christoph und Thomas Heiniger 22:24, 15:21 verloren hat. «Den ersten Satz hätten wir auch für uns entscheiden können», sagt er. Im zweiten habe die Abstimmung zwischen ihm und Hogianto weniger gut gestimmt. «Ich war öfters am Netz und habe mich da manchmal fast ein bisschen verloren gefühlt, ich spiele lieber hinten, dann habe ich den besseren Überblick.» Dass sich Veränderungen im Team vor allem in den Doppeln bemerkbar machen, zeigte sich auch am Sonntag. Zwei Männer- und das Frauen-Doppel gingen verloren, erst die Siege im Einzel von Lukas Nussbaumer, Hafiz Shaharudin und Yohanes Hogianto machten den Showdown möglich. «Die Doppel können sich noch besser einspielen», sagt auch Teammanager Suter, fügt aber an: «Die Harmonie ist in den einen Paarungen zum Teil aber schon gut.» Die Harmonie im Team stimmt offensichtlich. Mit dem Sieg vom Samstag gegen Leader Tafers-Fribourg und dem Remis gegen den Meister vom Sonntag hat sich Adliswil-Zürich nach einem harzigen Start auf Kurs gebracht. Das Team liegt nun auf Rang 4 – einem Playoff-Platz. Und wenn den Sihltalern in der Saison ein Endspurt gelingt, wie in der Partie gegen St. Gallen-Appenzell, dann ist trotz Umbruch auch diese Saison mit ihnen zu rechnen. Adliswil-Zürichs Debütant Peter Leonhard (l.) verlor gemeinsam mit Yohanes Hogianto das Doppel gegen Meister St. Gallen-Appenzell. Foto: Sabine Rock

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