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Ein Drache für einen Zauberer

Seine Filme haben schon Tausende berührt; nun ist er dafür in seiner Heimatstadt belohnt worden: Der Thuner Regisseur Luki Frieden erhielt am Eröffnungsabend des Film-

Zum ersten Mal überhaupt in der 20-jährigen Geschichte des Anlasses verliehen die Organisatoren des Filmfestivals Thunersee am Mittwochabend einen Ehrenpreis. «Und es freut mich umso mehr, dass der Preisträger des ersten Goldenen Ehrendrachen ausgerechnet ein Thuner ist», verriet Laudator Peter Steffen, Vorsitzender der Bankleitung Raiffeisenbank Thunersee-Süd. Es sei nicht selbstverständlich, dass es ein Regisseur schaffe, die Kinogänger emotional zu berühren. Dem Prämierten, Luki Frieden, sei dies jedoch äusserst gut gelungen. Steffen lobte ausserdem die starke schöpferische Kraft des 36-jährigen Thuners, der direkt aus Zürich angereist war, wo er für einen guten Zweck einen Werbefilm für Pro Senectute gedreht hatte. Symbolischer Wert zählt Nachdem Frieden den Ehrendrachen entgegengenommen hatte, bewies er den geladenen Gästen im Thuner Rathaus, dass er nicht nur sein Kinopublikum zu verzaubern vermag. Er stopfte ein rotes Tuch in seine linke Faust, liess es wie von Zauberhand verschwinden und sorgte damit rundum für Verblüffung. Der Drache, den Frieden vor allem für seine Werke «Tausend Ozeane» und «November» bekam, ist zwar aus echtem Gold, allerdings nicht mit einem Preisgeld dotiert. Trotzdem oder gerade deshalb bedeute ihm die Auszeichnung viel. «Der Drache vertieft meine Verbundenheit zu Thun zusätzlich. Es ist für mich wie ein Heimatpreis», erklärte Frieden. Heute und morgen jeweils um 18 Uhr sind seine beiden Spielfilme im Kino Movieworld Spiez nochmals zu sehen. Und Frieden freut sich bereits, sich danach mit dem Publikum zu unterhalten. «Es ist interessant, meine Filme in den Zuschauern gespiegelt zu sehen. Meist regen sie die Menschen an, aus ihrem Leben zu erzählen.» «Schon nass geworden?» Nebst Frieden standen am Eröffnungsabend des Festivals die Themen «Aufbruch» und «Veränderung» im Fokus. Nach 19 Jahren haben die Organisatoren dem Anlass einen neuen Anstrich und einen neuen Namen gegeben: Aus dem Schweizerischen Film- und Videofestival Thun & Spiez ist das Filmfestival Thunersee mit einer Welle als Erkennungszeichen geworden. «Ich hoffe, ihr seid alle schon ein wenig nass geworden», scherzte Werner Stalder, künstlerischer Leiter des Events, in Anspielung auf die Welle. Diese solle mitreissen und stehe symbolisch für Innovation. «Nehmt euch Zeit und gönnt euch etwas. Es sind wieder viele filmische Perlen im Angebot», so Stalder, der speziell auf die beiden Angebote «Umwelt_CH» und «NE_XTRA» zum Thema nachhaltige Entwicklung hinwies. Der Thuner Stadtpräsident Hansueli von Allmen dankte dem OK und den vielen Helfern für ihr Engagement. Sein Spiezer Amtskollege Franz Arnold tat es ihm gleich, nannte das Festival einen «regionalen Anlass mit landesweiter Ausstrahlung» und versprach, den Event mit Thun auch in Zukunft zu unterstützen. Ueli Bichsel, Präsident des Vereins Filmfestival Thunersee, meinte darauf: «Wir hoffen, dass wir diese Unterstützung in Form eines schönen Festivals zurückgeben können.» Gabriel Berger >

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