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Ein Blick zurück in die Vergangenheit

1910 wurde das Spital Wetzikon mit 67 Betten eröffnet. Heute zählt es zu den 25 grössten Spitälern der Schweiz.

100-Jahr-Jubiläum Von Susanne Aebersold Wetzikon – Will man genau sein, dann beginnt die Geschichte des Spitals Wetzikon schon vor dem Jahr 1910. Unter der Initiative des Wetziker Pfarrers Josias Flury wurde 1879 nämlich der Gemeindekrankenverein gegründet. Dies mit der Absicht, eine Herberge für Leichtkranke zu bauen. Schon bald reichten jedoch die 16 Betten nicht mehr aus. Der Wunsch nach einem richtigen Spital wurde immer dringlicher. 1910 wurde schliesslich das Spital Wetzikon mit 67 Betten eröffnet. Das Absonderungshaus (für Patienten mit ansteckenden Krankheiten wie Diphtherie oder Scharlach) zählte zusätzlich 12 Betten. Im ersten Betriebsjahr wurden total 404 Patienten betreut. Heute, 100 Jahre später, sind es rund 50 000 pro Jahr. Vier Spitäler zusammengelegt Mit den Gemeinden Bäretswil, Gossau, Grüningen und Seegräben vereinigte sich das Kreisspital Wetzikon 1961 zum Zweckverband. Ein Neubau für 60 Millionen Franken sieben Jahre später war ein wichtiger Meilenstein. 1997 wurden die Spitäler Wetzikon und Uster zu Schwerpunktspitälern. Dass sich die vier Oberländer Spitäler Rüti, Bauma, Wald und Wetzikon im Jahr 2000 zur Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) zusammen schlossen, hatte verschiedene Gründe. Ein Grund war unter anderem die stetig steigenden Ansprüche der Patienten, die damit verbundene Kostenentwicklung und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Spitäler. Die Konzentration auf nur ein Spital warf anfänglich hohe Wellen und stiess in der Bevölkerung nicht nur auf Gegenliebe. «Durch die Konzentration war es jedoch möglich, ein modernes regionales Akutspital aufzubauen. Das GZO Wetzikon zählt heute mit seinen rund 20 Spezialdisziplinen und über 10 000 stationären Behandlungen pro Jahr zu den 25 grössten Spitälern der Schweiz», sagt Hansjörg Herren, Projektleiter des 100-Jahr-Jubiläums des Spitals Wetzikon. Zu Chirurgie und Innerer Medizin gehören heute eine Vielzahl spezialisierter Disziplinen wie Urologie, Kardiologie oder Sportmedizin. In den Bereichen Urologie, Anästhesie und Radiologie verfügt das GZO über modernste Techniken und Geräte. So arbeitet das Radiologische Institut zum Beispiel seit einem Jahr voll digital. Heinrich Vontobel tritt kürzer Im Jubiläumsjahr tritt einer der bekanntesten Ärzte des Spitals Wetzikon, Heinrich Vontobel, kürzer. Der 64-jährige Chefarzt hat das Zepter bereits am 1. Mai 2010 an Urs Eriksson übergeben. Eriksson war zuletzt leitender Arzt an der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich. Heinrich Vontobel wird weiter als Kardiologe am GZO-Spital Wetzikon tätig sein. Der 64-Jährige war 30 Jahre für das Spital tätig, die letzten 12 als Chefarzt Medizin. Er war am Aufbau der Intensivpflegestation, der Sportmedizin und einer umfassenden Kardiologie mit moderner Diagnostik bis hin zur Rehabilitation nach einem Herzinfarkt beteiligt. Unter seiner Federführung erfolgte im Jahr 2000 zudem der Aufbau des Rettungsdienstes für die GZO, der 2007 im Verbund Regio 144 mit dem des Spitals Linth zusammengeführt wurde. Heinrich Vontobel rückte trotz Chefarztposition und vollem Terminkalender immer wieder selber als Notarzt aus. Tag der offenen Tür im GZO-Spital Wetzikon: Samstag, 2. Oktober, 10 bis 18 Uhr. Es gibt unter anderem medizinische Vorträge, Filmvorführungen, Spitalrundgänge und ein Zirkuszelt.

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