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Ein beunruhigendes Stück über die Liebe

Tipp Winterthur Harper Regan (41) ist eine britische Durchschnittshausfrau: Sie reiste noch nie weiter als nach Italien, besass nie eine Lederjacke, fuhr nie ein Auto zu Schrott, und mit ihrer Mutter hat sie seit zwei Jahren nicht mehr gesprochen. Ihrem Vater hat sie nie gesagt, wie lieb sie ihn hat – nun liegt er im Sterben. Was soll sie da tun? Sie kann nicht anders, als alles stehen und liegen zu lassen, obwohl ihr Chef droht, sie deswegen zu feuern. Doch es war umsonst – sie kommt zu spät. Ihr Vater ist bereits tot. Harper verliert den Boden unter den Füssen: Sie vermöbelt den koksenden Journalisten Mick in einem Pub, hat bei einem Blind Date mit James Sex auf dem Fussboden eines Hotelzimmers, flirtet mit dem erst 17-jährigen Tobias und besucht zum Schluss doch noch ihre Mutter. Als sie zu ihrem Mann nach London zurückkehrt, ist alles so wie früher, aber nichts, wie es einmal war. Auch wenn das zunächst nicht so klingen mag, ist «Harper Regan» ein Stück über die Liebe – ebenso beunruhigend wie tröstlich. Der Autor Simon Stephens, geboren 1971 in Stockport, ist einer der wichtigsten britischen Gegenwartsdramatiker. Theater Winterthur, 20 Uhr.

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