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Ehrenlegionärin in Witikon beigesetzt

Zürich – Gestern Nachmittag fand in der alten Kirche Witikon die Abschiedsfeier für Elisabeth Eidenbenz statt. Sie starb im Alter von 98 Jahren nach einem Leben geprägt von grossem Mut und enormer Hilfsbereitschaft. Die 1913 in Wila geborene Primarlehrerin folgte 1937 einem Aufruf des internationalen Zivildienstes und arbeitete mit in der Nothilfe für die Bevölkerung im Spanischen Bürgerkrieg. Nach Francos Sieg flohen Hunderttausende nach Südfrankreich. In Elne, südlich von Perpignan, gründete Elisabeth Eidenbenz ein Mütterheim, das zur Zufluchtsstätte für Frauen aus Spanien, für Zigeunerinnen und Jüdinnen aus halb Europa wurde. Etwa 600 Kinder kamen dort zwischen 1939 und 1944 zur Welt; viele Menschen verdankten ihr das Leben. Nach dem Krieg betreute sie mit dem evangelischen Hilfswerk Heks Flüchtlinge in Österreich und leitete schliesslich in Wien ein Kinderheim. Ihr letzter Wohnsitz war ein Altersheim in Zürich. Für ihre Arbeit und Zivilcourage durfte Elisabeth Eidenbenz spät mehrere Ehrungen entgegennehmen: Israel verlieh ihr den Titel «Gerechte unter den Völkern», Spanien das Ehrenkreuz des Ordens Civil de la Solidaridad, sie war Ehrenbürgerin der Stadt Elne und seit 2007 auch Ritterin der französischen Ehrenlegion. (jr)

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