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Dübendorf droht erneut das Aus

Der Eishockey-Erstligist ist im Playoff-Halbfinal in Rücklage. Er unterlag Arosa zum zweiten Mal zu Hause (2:6) unddarf sich keine Niederlage mehr leisten.

Von René Hauri Dübendorf und das Playoff: Eine Erfolgsgeschichte liest sich anders. Und zu einem Happy End scheint es auch in dieser Saison nicht zu kommen. Den Glattalern droht wie bereits in den vergangenen zwei Jahren das Aus im Halbfinal der Gruppe Ost. Als Sieger der Masterrunde nahmen sie die K.-o.-Phase in Angriff und bekundeten bereits im Viertelfinal gegen Ceresio, das sich als letzte Mannschaft noch für die Runde der besten acht qualifiziert hatte, viel Mühe. Letztlich sicherten sie sich aber dank eines 12:1-Kantersiegs über die Tessiner im entscheidenden Spiel und dem 3:2 in der Best-of-5-Serie den Einzug in die Halbfinals. Auch gegen Arosa vermag Dübendorf nicht an die Leistungen aus der Vorrunde anzuknüpfen. Aus dieser resultierten mit einem 4:0 und zwei 5:2-Siegen drei souveräne Erfolge über die Bündner. Nun liegen die Zürcher in der Serie (best of 5) 1:2 zurück. Zweimal hat das für seine Heimstärke bekannte Team von Trainer Christoph Schenk nun Im Chreis schon verloren. Es waren die Saisonniederlagen 5 und 6 zu Hause. Das 2:6 vom Samstag war gar die höchste der gesamten Spielzeit. Auf die 1:0-Führung durch Gaetano Genoni nach 6:25 Minuten reagierte Arosa vehement. Nur 14 Sekunden später gelang Gian-Andrea Thöny der Ausgleich, kurz vor Ende des ersten Drittels schoss Rico Bonorand die Gäste erstmals in Führung. Mit drei Toren im mittleren Abschnitt zogen sie auf 5:1 davon und entschieden die Partie frühzeitig für sich. Winterthur als Vorbild Schwächen machte Schenk in allen Bereichen aus: «Wenn man sechs Tore bekommt, sagt das viel über die Defensive aus. Und wenn man nur zwei Tore schiesst, viel über die Offensive.» Zeit, daran zu arbeiten, bleibt ihm allerdings nicht. Bereits morgen Dienstag reisen die Glattaler zum vierten Spiel nach Arosa. «Es geht Schlag auf Schlag. Das Einzige, was wir versuchen können, ist, diese Partie abzuhaken», sagt Schenk und ergänzt: «Wenn ich wüsste, woran es liegt, dass wir im Playoff nicht unser bestes Eishockey zeigen können, hätte ich schon längst etwas geändert.» Schenk bleibt aber optimistisch und schöpft dabei Hoffnung aus der Saison 2009/10. Allerdings nicht aufgrund der damaligen Leistung seines Teams. Vielmehr wegen derjenigen des Halbfinal-Gegners Winterthur. Dieser war ebenfalls 1:2 in Rücklage geraten, entschied am darauffolgenden Dienstag das Spiel in Dübendorf für sich, zog mit einem 2:0 zwei Tage später in den Final ein und gewann letztlich den Amateur-Meister-Titel. «Wenn sie nach dem 1:2 aufgegeben hätten, wäre es nie so weit gekommen», sagt Schenk, der sich nach einer ähnlichen Reaktion seiner Mannschaft sehnt.

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