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Diskussion über die italienischen Gemeinschaften in Dietikon

«Little Italy» bei Zürich Dass in Dietikon ein «Little Italy» entstanden ist, hat vorab damit zu tun, dass in der Nachkriegszeit in den Fabriken im Limmattal die Zahl der Arbeitsplätze explodierte. Die italienischen und Tessiner Einwanderer sind bis heute präsent: Einige der augenfälligsten Gebäude im Zentrum gehörten einst zur Salami-Fabrik Cattaneo, die bis 1973 in Betrieb war. Einheimische behaupten, es habe nie bessere Salametti gegeben. Und wenn über Dietikon der Duft von geröstetem Kaffee hängt, ist «Ferrari» am Werk. Auch viele andere alteingesessene Dietiker Gewerbetreibende wie Gerosa, Frapolli und Cincera haben ihre Wurzeln im Tessin oder in Italien. Der international bekannte Schauspieler Pasquale Aleardi stammt aus San Pietro a Maida (siehe oben), und die Vorfahren von Schulpräsident Jean-Pierre Balbani (SVP) sind vor gut hundert Jahren eingewandert. Die Einwanderer belebten die katholische Kirchgemeinde, und der Fussballclub Dietikon profitierte lange von den agilen Südländern. Zudem entstanden italienische Vereine, welche die italienische Kultur pflegen und die Integration fördern. Eine der ersten Colonia Libera Italiana wurde in Dietikon gegründet, und der Circolo Culturale Sandro Pertini strebt mit Kulturveranstaltungen die Völkerverständigung an. Heute Abend widmet sich der Circolo in einer Diskussionsveranstaltung explizit dem Thema «Italienische Gemeinschaften in Dietikon». Auf dem Podium sitzen neben anderen gleich vier «Bürgermeister» – zwei amtierende, zwei emeritierte: der Dietiker Stadtpräsident Otto Müller (FDP) und der Bürgermeister von San Pietro a Maida, Pietro Putame. Dann Alt-Stadtpräsident Hans Bohnenblust (SVP) sowie Alt-Stadtpräsident und Noch-Regierungsrat Markus Notter (SP). Ein Grusswort überbringt der italienische Generalkonsul Mario Fridegotto. Die Diskussion ist zweisprachig und findet heute Freitag um 19 Uhr im Gemeinderatssaal im Stadthaus Dietikon statt.(net)

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