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Die Zumiker Polizei kommuniziert jetzt auch über Facebook

Polizeichef Daniel Ruckstuhl nutzt die Internetplattform für den Kontakt mit den Bürgern.

Von Frank Speidel Zumikon – «Die Polizei, dein Freund und Helfer» muss im digitalen Zeitalter erweitert werden: Die Polizei kann neu auch «dein Facebookfreund und -helfer» sein. Die Zumiker Gemeindepolizei hat auf der Internetplattform immerhin 170 Personen als Freunde gewonnen, seit sie vor knapp einem Jahr über Facebook zu kommunizieren begann. Sie publiziert darauf Bilder von Einsätzen, Berichte über Verkehrskontrollen und Unfälle oder auch die Öffnungszeiten des Polizeipostens. Betrieben wird die Seite von Daniel Ruckstuhl, dem Chef der Zumiker Polizei. Im letzten April wurde unser Team aufgestockt. Mit der Vereidigung der beiden neuen Polizisten stellte sich die Frage, wie wir dies kommunizieren wollten. Im Gespräch mit Sicherheitsvorsteherin Milena Danielsen kam die Idee auf, das neue Team auch über Facebook bekannt zu machen. Die Seite haben wir so eingerichtet, dass auch Personen, die auf Facebook nicht mit der Gemeindepolizei befreundet sind, die News sehen und allenfalls kommentieren können. Wir informieren über Einsätze, bei denen mindestens ein Polizist aus Zumikon beteiligt war. Wenn auch die Kantonspolizei ausgerückt ist, übernehmen wir deren Pressemeldung. Wir müssen den Datenschutz gewährleisten. Involvierte Personen dürfen nicht identifizierbar sein. Dies ist auch eine Auflage des Gemeinderats. Nein, das haben wir nicht vor. Liegt aber ein bestimmtes Thema auf der Hand, widmen wir diesem einen Eintrag. Im Winter weisen wir beispielsweise darauf hin, dass Autofahrer die Scheiben komplett vom Eis befreit haben müssen, bevor sie losfahren. Wir erinnern auch an Vorschriften: Kürzlich hatten wir eine Meldung über eine Rollstoppkontrolle. Diese erinnert Autofahrer daran, dass sie beim Stoppsignal ganz anhalten müssen – bis die Räder stillstehen. Ja, ein User fragte, ob wir tatsächlich den entzogenen Führerausweis einer fehlbaren Lenkerin mit einem Foto veröffentlicht hätten – und ob dies datenschutzmässig denn kein Problem sei. Ich konnte Entwarnung geben: Beim Bild des Führerausweises handelte es sich um das Musterbild des Strassenverkehrsamtes. Wir können via Facebook auch Mythen und Legenden aus der Welt schaffen. Zum Beispiel jenen, dass einem der Autoführerausweis entzogen wird, wenn man betrunken Velo fährt und die Polizei einen dabei erwischt. Nein. Der Velofahrer erhält in dem Fall vom Statthalter eine Busse, der Führerausweis wird ihm aber nicht entzogen. Dazu kommt es höchstens, wenn ihm eine Trunksucht nachgewiesen werden kann. Und dafür müsste er über einen kürzeren Zeitraum mehrmals betrunken mit dem Velo in eine Polizeikontrolle geraten. «Auf Facebook stellt man der Polizei eher mal eine Frage. Die Hemmschwelle ist tiefer als bei anderen Medien.» Daniel Ruckstuhl, Polizeichef

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