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Die unersättliche Shawne Fielding

Notizen zu Namen Hildegard Schwaninger Der Medienprofi Roger Schawinski meint, das sei «die beste Boulevard-Geschichte, die die Schweiz je hatte»: die Schlammschlacht zwischen Ex-Botschafter Thomas Borer und der texanischen Beauty-Queen Shawne Fielding. Die Spasszeiten sind vorbei. Die Zeit, wo sie Schlagzeilen machte, weil sie auf einem Pferd durch den Speisesaal der Schweizer Botschaft in Berlin ritt, ist Geschichte. Heute wird mit harten Bandagen gekämpft. Es herrscht Rosenkrieg! Radio-1-Boss Roger Schawinski mit seiner männlich-forschen Art und seinem feurigen Blick bringt die Frauen zum Reden. So öffnete ihm auch Shawne Fielding beim lockeren Talk in der Sendung «Doppelpunkt» von gestern Sonntag ihr Herz. Was sie da erzählte, ist der Stoff, aus dem die Stadtgespräche sind. Thomas Borer, ihr baldiger Ex, sagt sie, müsse ihr monatlich 45 000 Franken Unterhalt bezahlen. Die Summe hat Thomas Borer seinem Duzfreund Schawinski, mit dem dieser vor der Sendung ein Gespräch führte, bestätigt. Die Begründung für diese in der Schweiz aussergewöhnlich hohe Summe: Shawne habe einen so hohen Lebensstandard und könne mit ihren Kreditkartenabrechnungen beweisen, dass sie während der Ehe 30 000 bis 45 000 Franken monatlich ausgab. (Wobei sie sagt, dass sie es war, die das Geld in die Ehe brachte – das Geld, das sie von ihrem ersten Mann Charlie Williams bekommen hat und mit dem sie auch das Haus in Thalwil, wo Thomas Borer heute lebt und sein Büro hat, finanzierte.) Der einstige Diplomat Borer gibt sich verschlossen. Auf Anfrage meint er, das sei sein Privatleben, und darüber rede er nicht. Thomas Borer schweigt, Shawne Fielding redet. Und wenn sie redet, wirkt es wie der Hilfeschrei einer verletzten Frau. Shawne Fielding bekommt also von ihrem Noch-Ehemann Unterhaltszahlungen in der Höhe eines Bundesratsgehalts und möchte nach der Scheidung noch mehr. Man wundert sich, wie Thomas Borer das bezahlen soll, ist er doch Lohnempfänger und nicht Milliardär. Er ist immer noch im Sold des Oligarchen Viktor Vekselberg, aber nur noch mit einem Beratermandat, nicht mehr im Aufsichtsrat der Renova. Shawne Fielding lebt ja im Jetset, also in der Stratosphäre jener Frauen, die, wenn es zum Scheiden kommt, den Männern das letzte Hemd auszuziehen versuchen. So plaudert sie mit Schawinski aus dem Nähkästchen ihrer Ansprüche und erzählt von einer Hermès-Tasche für 70 000 Franken, die sie von ihrem Mann Charlie Williams geschenkt bekam. Da ist selbst Schawinski sprachlos. Der Talkmaster-Star, der in seinem Leben schon einiges gehört und gesehen hat, wusste gar nicht, dass es so teure Handtaschen gibt. Ein Abendkleid, das 10 000 Franken kostet, erzählt Shawne, könne sie auch nicht zweimal tragen. Sie werde immer fotografiert, da gehe das nicht. Etwas altmodische Ansichten; sogar Lady Di und Camilla, die beiden Frauen des englischen Thronfolgers, sah oder sieht man mehrmals im gleichen Kleid. Texas hat seine eigenen Gesetze, und neureich ist anders als altreich! Was immer Shawne Borer-Fielding sich bei diesem Interview gedacht haben mag, die exzentrische Texanerin sorgt wieder mal für Gesprächsstoff. Irgendwie tut sie einem auch leid. Auch sie hätte, wie wohl jede andere Frau auf der Welt, lieber ihre beiden Kinder als tausend Hermès-Handtaschen. Ende August soll die Scheidung über die Bühne gehen. Shawne Fielding kämpft mit ihrer Anwältin um viel Geld – aber sie will, wie sie selber sagt, vor allem das Sorgerecht für ihre Kinder. Notizen zu Namen. Die wöchentliche Gesellschaftskolumne der Jahrespublikation «WW Who is Who in Zürich» entsteht in einer Medienpartnerschaft mit dem TA. www.notizenzunamen.ch

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