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DIE ÜBERSEE-KOLONIEDIE ERNENNUNG

Acht Schweizer im CampSonderbotschafter Usain Bolt

Neue Wahrheiten im Emmental

«Wer die Tore nicht macht, bekommt sie», lautet eines der ältesten Gesetze im Eishockey. Der Saisonstart der SCL Tigers ist nun ein Beispiel dafür, dass man Wahrheiten daran erkennt, dass ihr Gegenteil ebenso zutrifft. «Wer die Tore macht, bekommt sie auch», könnten die ersten drei Auftritte der Langnauer zusammengefasst werden. Keine Mannschaft hat mehr Treffer erzielt als die Emmentaler (13), keine Mannschaft so viele erhalten (16). Und als hätten die Tigers monatelang abseits des Eisfelds mit Schuldenbergen, Führungswechseln, Lohnkürzungen und Spielerabgängen nicht schon Theater genug geboten, inszenierten sie auch ihre Auftritte in der Meisterschaft mit dramatischem Flair. Wurden die ersten drei Punkte beim 4:5 gegen Zug noch ganz konventionell abgegeben, folgte bei den Niederlagen gegen Lugano und Biel die Steigerung. Im Tessin führten die Langnauer 4:1 und 5:2, ehe sie in der Schlussphase drei Tore in drei Minuten und damit das 5:5 zuliessen. Und in Spiel 3 am Dienstag lagen sie früh 3:0voraus, doch gestattete man dem Gegner in der Folge zweimal den Ausgleich, zum Grande Finale erst 13 Sekunden vor Ende des Schlussdrittels. Dass die angriffslustigen Tigers in den Penaltyschiessen dann keine weiteren Punkte errangen, lässt sich wiederum mit dem ältesten Gesetz erklären: Von total zehn Schützen traf keiner - dem Gegner reichte jeweils ein Tor zum Sieg. Vielleicht ist es deshalb Zeit für eine neue Langnauer Wahrheit. Eine, die mit «Wer die Tore nicht bekommt, . . .» beginnt. (phm.)

Angeführt von Mark Streit sind derzeit acht Schweizer in den Trainingscamps von NHL-Klubs engagiert. Nach dem Topskorer der New York Islanders haben die Anaheim-Legionäre Jonas Hiller und Luca Sbisa die besten Chancen, bis zum Saisonstart in zwei Wochen im Team zu verbleiben - beide kamen in der Nacht auf heute im Testspiel gegen Phoenix bereits zum Einsatz. Für Andres Ambühl in New York und Yannick Weber in Montreal ist der Sprung ins Kader möglich, aber ungewiss. Ambühl hat als Dritt- oder Viertlinienflügel bei den Rangers ebenso viel Konkurrenz wie Weber als Powerplay-Quarterback bei den Canadiens. Die übrigen Schweizer dürften es noch schwerer haben, alle Kaderschnitte zu überstehen. Torhüter Robert Mayer ist einer von sechs Goalies im Canadiens-Camp, Flügel Juraj Simek wird bei Tampa Bay auch nicht hoch gehandelt. Und Daniel Steiner verfügt als Testspieler der Columbus Blue Jackets noch nicht einmal über einen festen Vertrag. (phm.)

Jamaica liebt Sprinter und Usain Bolt, den Schnellsten der Welt, darum ganz besonders. Nun hat Premierminister Bruce Golding angekündigt, den Weltrekordhalter über 100 und 200 m zum Sonderbotschafter mit sämtlichen diplomatischen Privilegien (also auch einem Diplomatenpass) des Landes zu machen. Zugleich wird der 23-Jährige mit dem «Order of Jamaica», der vierthöchsten Auszeichnung des Landes, geehrt und darf sich mit dem Titel «honourable» schmücken. Genug der Salbung war das für Bolt noch nicht. Die Autobahn, bisher prosaisch «Highway 2000» genannt, wird neu «Usain Bolt Highway» heissen. Der Flitzer der Leichtathletikbahnen kennt ihn gut: Im April hatte er darauf seinen BMW schrottreif gefahren. (cb.)

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